Ablenkung von Epstein-Akten?

Trump jagt Obama: US-Präsident legt mit bizarrer Fotomontage nach

Kritiker sehen in Trumps Angriffen gegen Obama ein Ablenkungsmanöver. In einem seiner Posts erregt vor allem ein Bild von Vance Aufsehen.

Washington D.C. – Bereits seit Tagen teilt US-Präsident Donald Trump gegen den früheren Präsidenten Barack Obama aus und erhebt unbelegte Vorwürfe. Nach einem KI-generierten Video, auf dem zu sehen ist, wie Obama im Oval Office festgenommen wird, legt Trump nun mit einem kontroversen Meme nach. Auf seiner Plattform Truth Social postete der US-Präsident am Samstag (26. Juli) eine Foto-Montage von einer Verfolgungsjagd. Das Ursprungs-Foto dürfte vielen Menschen – mindestens in den USA – bekannt vorkommen:

Trump greift auf Aufnahmen der Verfolgungsjagd von Football-Spieler und Schauspieler O.J. Simpson im Jahr 1994 zurück. Die Verfolgungsjagd durch Los Angeles wurde damals live im Fernsehen übertragen. In Trumps veränderter Version der Aufnahme sitzt in dem weißen Ford jedoch nicht O.J. Simpson, sondern Barack Obama. Hinter dem Fluchtfahrzeug sind Polizeiwagen zu sehen; auf den Fahrersitzen: Trump und sein Vize, JD Vance.

Trump greift Obama: Vance-Meme in Post des US-Präsidenten sorgt für Irritation

Auf Social-Media-Plattformen fällt Nutzern insbesondere das Bild ins Auge, das für den US-Vizepräsidenten genutzt wurde. Augenscheinlich handelt es sich um ein Bild aus einer Reihe von Memes, die bereits seit Herbst 2024 kursieren. Damals hatten die Vance-Memes mit rundem Gesicht und Glatze begonnen; sie wurden zu Baby-Memes, aber auch verfälschte Bilder, die den Republikaner mit rundem Gesicht, Vollbart und lockigem Haar zeigen, machen die Runde. Letzteres scheint für Trumps Foto-Montage als Vorlage gedient zu haben. Die Vance-Memes werden vorwiegend von Trump-Kritikern genutzt, die sich über Vance lustig machen.

Besuche im Weißen Haus: Trumps legendäre Momente im Oval Office

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Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus.
 Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um
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Trump wegen Epstein-Akten unter Druck: Kritiker werfen US-Präsident Ablenkungsmanöver vor

Der Account konservativer Trump-Kritiker „Republicans against Trump“ schrieb zu dem Bild versehen mit einem lachenden Emoji: „Eine mutige Entscheidung von Trump, sich für dieses Gesicht von JD Vance zu entscheiden.“ Auch Vance kommentierte das Bild mit einem Emoji, der vor Lachen weint. In dem Post des US-Präsidenten sehen die Trump-Kritiker jedoch nur einen Ablenkungsversuch des Präsidenten: „Alles, um von Jeffrey Epstein abzulenken“, heißt es in dem Post von „Republicans against Trump“ weiter.

Diesen Vorwurf hatte auch Obamas Sprecher im Zuge der Angriffe gegen den Ex-Präsidenten an Trump gerichtet. Von dem Obama-Sprecher hieß es in einem von Medien verbreiteten Statement vor wenigen Tagen, aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten „würdige“ man den „ständigen Unsinn und Fehlinformation, die aus diesem Weißen Haus kommen, normalerweise nicht mit einer Antwort. Aber diese Behauptungen sind so empörend, dass sie eine Antwort verdienen.“ Daraufhin befeuerte auch das Weiße Haus die Vorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten.

Der Sprecher des früheren US-Präsidenten dürfte sich auf die aktuelle Debatte um den Fall Epstein bezogen haben. Donald Trump steht wegen des Falls um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck. Selbst in den eigenen Reihen der Republikaner gibt es Kritik. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten zu öffnen. Das ist bislang nicht passiert. In Donald Trump Anschuldigungen gegen Obama sehen Kritiker nun den Versuch des US-Präsidenten, von dem Wirbel um den Fall Epstein abzulenken.

Trump verbreitet unbelegte Behauptungen über Obama: „Verrat“ und Versuch der Wahlmanipulation

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump sich auf Obama einschießt. Über die Jahre verbreitete er immer wieder unbelegte Behauptungen über seinen Vorgänger. Zuletzt sprach Trump mit Blick auf Obama von „Verrat“ und dem Versuch der Wahlmanipulation. (pav/dpa)

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