China-Reise des US-Präsidenten
Trump schmeichelt Xi beim Peking-Gipfel: Taiwan überschattet die gute Stimmung
Trump in China: Gespräche vor dem Hintergrund belasteter Handelsbeziehungen. Und dann ist da noch der Taiwan-Konflikt. Der News-Ticker.
Update, 15. Mai, 4:55 Uhr: US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping beenden am Freitag einen zweitägigen Staatsbesuch in China. Auf seiner Online-Plattform äußerte Trump am frühen Freitagmorgen die Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen zu China. „Ich hoffe, dass unsere Beziehung zu China stärker und besser sein wird als je zuvor“, schrieb Trump.
Update vom 14. Mai, 13:32 Uhr: Bei seinem Besuch in Peking hat US-Präsident Donald Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dessen Frau zu einem Gegenbesuch im Weißen Haus eingeladen. „Es ist mir eine Ehre, Ihnen, Madam Peng, eine Einladung auszusprechen, uns am 24. September im Weißen Haus zu besuchen, und wir freuen uns darauf“, sagte Trump und wandte sich beim Staatsbankett in der Großen Halle des Volkes an Xi und dessen Ehefrau Peng Liyuan.
Den Verlauf seiner Gespräche mit Xi bezeichnete Trump als positiv. „Wir haben heute mit der chinesischen Delegation äußerst positive und produktive Gespräche und Treffen gehabt“, sagte Trump. Das Bankett sei nun „eine weitere geschätzte Gelegenheit, sich unter Freunden auszutauschen“.
Xi betonte in seiner Bankettrede, die Ambitionen der USA und Chinas könnten gemeinsam verfolgt werden. „Die große Wiederbelebung der chinesischen Nation zu verwirklichen und Amerika wieder großartig zu machen, kann vollkommen Hand in Hand gehen“, sagte der chinesische Staatschef in Anspielung auf Trumps Maga-Bewegung (Make America great again - Macht Amerika wieder großartig). Dabei könnten sich beide Staaten gegenseitig zum Erfolg verhelfen und „das Wohlergehen der ganzen Welt voranbringen“.
Trump führt Zwei-Stunden-Gespräch mit Xi in China – und kassiert Warnung wegen Taiwan
Update vom 14. Mai, 9:29 Uhr: Trump und Xi haben ihre Gespräche in Peking nach mehr als zwei Stunden beendet. Laut einem Vertreter des Weißen Hauses standen dabei auch schwierige Themen wie Taiwan auf der Agenda. Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums sprachen Trump und Xi über weitere „wichtige internationale und regionale Fragen“, darunter „die Lage im Nahen Osten, die Ukraine-Krise und die koreanische Halbinsel“.
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Trump schmeichelt Xi beim Peking-Gipfel: Taiwan überschattet die gute Stimmung
Erstmeldung: Peking – Chinas Staatschef setzt das US-Verhältnis zu Taiwan ganz oben auf die Agenda beim Treffen mit Donald Trump in Peking. Staatschef Xi Jinping sprach eine deutliche Warnung an den US-Präsidenten aus – aber zunächst gab es freundliche Worte.
Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in China haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres Verhältnis der Großmächte bemüht. Nach einem Empfang mit militärischen Ehren lobte Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ausdrücklich. Der Gastgeber in Peking wiederum sagte, er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China größer seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider Länder sei für das andere eine Chance, sagte Xi.
Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Trump, der China im vergangenen Jahr noch mit horrenden Zöllen gedroht hatte, sagte zu Beginn des Gesprächs mit Xi, die USA und China hätten eine „fantastische“ gemeinsame Zukunft.
Der US-Präsident lobte den Gastgeber als „großartige Führungspersönlichkeit“. „Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist“, sagte Trump weiter. „Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.“
Xi hat Trump beim Gipfeltreffen in Peking eindringlich vor einem Konflikt um Taiwan gewarnt. Der chinesische Staatschef bezeichnete das Thema als das wichtigste in den bilateralen Beziehungen. Werde die Lage in Taiwan nicht angemessen behandelt, könnten beide Länder aneinandergeraten, sagte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.
Dies würde die Beziehungen zwischen Peking und Washington an „einen sehr gefährlichen Punkt“ bringen, zitierte Reuters den chinesischen Präsidenten aus der Xinhua-Meldung. China erhebt Anspruch auf die unabhängig regierte Insel und will sie trotz internationaler Kritik an sich binden.
Bei Trumps Ankunft in Peking waren unter anderem US-Außenminister Marco Rubio, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie mehrere Unternehmenschefs wie Tesla-Chef Elon Musk anwesend. Für den Abend ist ein Staatsbankett geplant. Für Freitag sind ein Nachmittagstee und ein Arbeitsessen vorgesehen, bevor der US-Präsident die Heimreise antritt.
Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Trump hatte die Volksrepublik schon während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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