„Ein Tiger, ein Elefant, eine Giraffe“

Trump bestreitet Ocasio-Cortez’ Intelligenz – und rühmt eigenen kognitiven Test

Trump verhöhnt Ocasio-Cortez wegen angeblich niedriger Intelligenz. Währenddessen reißen Spekulationen über seine eigene kognitive Fitness nicht ab.

Washington, D. C. – Donald Trump hat in einer am Sonntag von dem X-Account Acyn veröffentlichten Audioaufnahme die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (AOC) angegriffen und ihre Intelligenz infrage gestellt. „AOC hat einen niedrigen IQ“, behauptete Trump in der Audio-Botschaft. „Wenn Sie ihr einen IQ-Test geben, lassen Sie sie ihn bestehen, so wie die Prüfungen, die ich absolviert habe, als ich im Walter Reed war. Die sind sehr schwer … In gewisser Weise sind es zwar Eignungstests, aber es sind kognitive Tests.“

Ein Psychologe sieht bei US-Präsident Trump „klare Anzeichen für Demenz“. (Archivbild)

Trump forderte einen direkten Vergleich: „Lassen Sie AOC gegen Trump antreten. Die ersten paar Fragen sind einfach. Ein Tiger, ein Elefant, eine Giraffe … bei etwa fünf oder sechs und dann bei 10, 20 und 25 könnten sie keine einzige dieser Fragen auch nur annähernd beantworten“, sagte der Republikaner. Die Äußerungen scheinen sich auf den Montreal Cognitive Assessment (MoCA) zu beziehen, einen standardisierten Test zur Früherkennung kognitiver Beeinträchtigungen. Dieser wird typischerweise bei Verdacht auf Demenz oder andere neurologische Erkrankungen eingesetzt und ist nicht als Intelligenztest konzipiert.

Zweifel an Trumps Gesundheitszustand: Experten äußern Sorge über kognitive Leistungsfähigkeit

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus mehren sich erneut Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand von US-Präsident Donald Trump. Beobachter, politische Gegner und medizinische Experten äußern zunehmend Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Verfassung. Auslöser sind wiederholte öffentliche Auftritte, in denen Trump sich mehrfach verspricht, Sätze abbricht oder Personen und Ereignisse verwechselt. Kritiker sehen darin Anzeichen eines mentalen Abbaus. Seine Unterstützer weisen die Vorwürfe als politisch motivierte Kampagne zurück.

John Gartner, ehemaliger Professor an der Johns Hopkins University, äußerte sich im Podcast des Daily Beast kritisch über Trumps geistigen Zustand. Er sprach von Trumps „unsinnigen Reden“ und seinen häufigen Gedächtnislücken. Diese seien, so Gartner, deutliche Anzeichen eines „immensen kognitiven Verfalls“. Er beobachte eine „massive Zunahme klinischer Symptome von Demenz“, die wiederum Trumps „bösartigen Narzissmus“ verschärfe.

Donald Trumps Skandale, Fehltritte und Eklats in der Übersicht

Donald Trump als Moderator von The Apprentice, einer Reality-TV-Serie in den USA
Donald Trump und Ivana Trump in den späten 1980er Jahren.
Donald Trump und Marla Maples bei ihrer Hochzeit im Dezember 1993
Donald Trump und Melania Trump gemeinsam in New York
Donald Trumps Skandale, Fehltritte und Eklats in der Übersicht

Trump betont bei bevorstehender ärztlicher Untersuchung seine „perfekte“ kognitive Punktzahl

Anfang Oktober kündigte Präsident Donald Trump an, sich einer „halbjährlichen“ medizinischen Untersuchung im Walter Reed National Military Medical Center zu unterziehen – rund sechs Monate nach seiner letzten routinemäßigen ärztlichen Überprüfung. Das berichtete das US-Medium The Hill.

Im Anschluss sprach Trump im Oval Office über den bevorstehenden Arzttermin und hob dabei erneut seine kognitive Leistungsfähigkeit hervor. Gegenüber Reportern erklärte er, bei seiner letzten Untersuchung die „perfekte Punktzahl“ erzielt zu haben. „Ich habe auch einen kognitiven Test gemacht, was immer sehr riskant ist, denn wenn ich nicht gut abschneide, sind Sie der Erste, der es lautstark verkündet. Und ich hatte die volle Punktzahl“, sagte Trump. „Und einer der Ärzte sagte, er habe fast nie eine volle Punktzahl gesehen. Ich hatte die volle Punktzahl. Ich hatte die höchste Punktzahl. Und das gab mir ein gutes Gefühl.“

Das Weiße Haus hat inzwischen den medizinischen Bericht von Sean Barbabella, Trumps behandelndem Arzt, veröffentlicht. Demnach befinde sich der Präsident in „ausgezeichneter“ gesundheitlicher Verfassung. Barbabella erklärte, Trumps Herzalter liege etwa 14 Jahre unter seinem tatsächlichen Alter. Zudem halte er weiterhin einen anspruchsvollen Tagesablauf ohne Einschränkungen ein. Laut dem Bericht wurden mehrere Routineuntersuchungen durchgeführt. Zusätzlich erhielt Trump eine Impfung gegen Corona sowie gegen die Grippe. (Quellen: X, The Hill, Daily Beast, afp) (jal)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare