Nach Angriff auf Tanker
Trotz Waffenruhe: US-Militär greift Iran an – Revolutionsgarden schlagen zurück
Erst greifen die USA den Iran an, dann antworten die iranischen Revolutionsgarden mit Angriffen auf US-Stützpunkte. Eigentlich gilt eine Waffenruhe.
Update, 9:45 Uhr: Erstmals seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Iran-Kriegs hat das US-Militär wieder Angriffe gegen den Iran gemeldet. Die Angriffe aus der Luft auf iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen seien als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag erfolgt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom am späten Freitagnachmittag US-Ostküstenzeit mit.
Als Reaktion auf die US-Angriffe habe die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) US-Ziele in der Region attackiert, hieß es in einer Stellungnahme der iranischen Eliteeinheit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht, eine Bestätigung von US-Seite stand zunächst aus.
Was über die US-Angriffe bekannt ist
Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichtete unter anderem das Staatsfernsehen Irib. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen. Auch von der Insel Gheschm wurden demnach Einschläge von Projektilen gemeldet.
Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf einen US-Beamten, dass sechs Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe vier iranische Stellungen entlang der Straße von Hormus und auf der Insel Gheschm angegriffen hätten. Die Angriffe dauerten demnach etwa 90 Minuten.
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Iran: Haben US-Ziele als Reaktion auf Luftschläge angegriffen
Update, 27. Juni, 6:00 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen erneuten US-Militärschlag mehrere Stützpunkte der US-Armee in der Region angegriffen. Um welche Standorte es sich genau handelt, teilt die Elitetruppe nicht mit. Zugleich warnen die Garden staatlichen Medien zufolge, dass jeder weitere US-Angriff eine noch weitreichendere Reaktion nach sich ziehen werde.
Trotz Waffenruhe: US-Militär führt Angriffe auf den Iran durch
Erstmeldung: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben trotz vereinbarter Waffenruhe Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Dies sei eine Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag, die die USA dem Iran zuschreiben, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) mit.
Bei den Angriffen seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Freitag auf X mit. Die „unbegründete Aggression“ gegen das Handelsschiff sei „eindeutig“ ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.
Vergeltungsschlag der USA: Militär greift den Iran erneut an – trotz Waffenruhe
Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichteten unter anderem das Staatsfernsehen Irib und der Sender Press TV. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Angriff des Irans auf den Tanker einige Stunden zuvor als „törichte Verletzung“ des Waffenstillstandsabkommens, wie CNN berichtet. Auf die Frage, ob Teheran mit Konsequenzen rechnen müsse, antwortete Trump vor Journalisten im Oval Office knapp: „Sie werden es herausfinden.“ Laut Angaben des US-Präsidenten wurden mindestens vier Einwegdrohnen auf Schiffe in der Meerenge abgefeuert. Eine davon traf das Oberdeck eines großen Frachters. Drei weitere Drohnen wurden abgefangen. Das getroffene Schiff konnte seine Fahrt fortsetzen.
Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein „unbekanntes Projektil“ habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.
USA und Iran verständigen sich auf Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs
Washington und Teheran hatten sich jüngst auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs und Wiederöffnung der Straße von Hormus geeinigt. Nach den jüngsten Angriffen war zunächst unklar, was daraus sowie aus noch anstehenden tiefergehenden Verhandlungen nun wird. Bei diesen sollte es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm gehen.
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