„Sammeln von Informationen“

Putins Schiffe im Visier: Russland dementiert Sabotage-Anschuldigungen – Warnung an den Kreml

Ein russisches Schiff während einer Übung der russischen Marine im Mittelmeer auf dem Marinestützpunkt Tartus.
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Ein russisches Schiff während einer Übung der russischen Marine im Mittelmeer auf dem Marinestützpunkt Tartus (Symbolbild).

Nach der Durchfahrt eines „russischen Spionageschiffs“ durch den Ärmelkanal hat Großbritannien eine klare Botschaft an Russlands Präsidenten Wladimir Putin gesendet.

Moskau/London – Das russische Militärschiff „Jantar“ war nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums am Montag rund 70 Kilometer vor der Küste Großbritanniens in britische Hoheitsgewässer eingelaufen. Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewarnt, dass London „nicht vor energischen Maßnahmen zurückschrecken“ werde, „um dieses Land zu schützen“.

Laut dem Minister diente der Einsatz des russischen Kriegsschiffes dem „Sammeln von Informationen“ und der „Kartierung der kritischen Unterwasserinfrastruktur des Vereinigten Königreichs“. Demnach war es bereits das zweite Mal, dass die Jantar in britischen Gewässern entdeckt worden sei. Das erste Mal war das russische Schiff demnach im November gesichtet worden.

Russland weist Vorwürfe zu Angriffen auf Unterwasserkabel als „unhaltbar“ zurück

Russland bestritt am Donnerstag, jemals Angriffe auf Unterwasser-Kommunikationskabel unternommen zu haben. In einer Pressemitteilung vom Mittwoch teilte das britische Verteidigungsministerium mit, die Jantar sei aus dem Mittelmeer zurückgekehrt und habe den Ärmelkanal durchquert.

In einer von russischen staatlichen Nachrichtenagenturen zitierten Erklärung hieß es in der Moskauer Botschaft in London: „Die Anschuldigungen des britischen Verteidigungsestablishments gegen Russland, es stelle eine Bedrohung für die Unterwasserkommunikation des Landes und seiner NATO-Verbündeten dar, sind absolut unhaltbar. Solche Bedrohungen kommen niemals aus Russland.“

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Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
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„Es ist an der Zeit, hart durchzugreifen“ – entschlossenes Vorgehen gegen Russlands Angriffe gefordert

Die britische Times plädiert für ein entschlossenes Vorgehen gegen die mutmaßliche Sabotage von Unterwasserkabeln durch Russland: „Dieses Vorgehen Moskaus in der Grauzone zwischen Frieden und Krieg wird immer offensichtlicher“, schreibt die in London ansässige Zeitung. „Es ist an der Zeit, hart durchzugreifen.“

Moskau will die jüngsten britischen Vorwürfe zu einem „russischen Spionageschiff“ im Ärmelkanal nicht kommentieren. „Mir liegen keine Informationen vor“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. „Daher verzichte ich auf einen Kommentar“, fügte er hinzu.

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