„Verletzung der UN-Charta“

USA bombardieren Huthi-Rebellen im Jemen – Trump schaut zu

Die USA wollen ihre Angriffe nur stoppen, wenn die Huthi-Miliz ihre Angriffe auf Schiffe beendet. Doch die vom Iran unterstützte Miliz bleibt unnachgiebig.

Sanaa – Auf Befehl von Präsident Donald Trump haben die USA mit intensiven Luftangriffen auf die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen begonnen. Ziel der Angriffe auf Militärstützpunkte, Raketenabwehranlagen und Anführer der Miliz ist es, amerikanische Schiffe zu schützen und die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social erklärte. Die Miliz, die im Konflikt mit Israel steht, hatte kürzlich angekündigt, ihre Angriffe auf Schiffe, die das Rote Meer und angrenzende Gewässer überqueren, wieder aufzunehmen.

Veröffentlichte Fotos des Weißen Hauses zeigen Trump, wie er die Luftangriffe von einem nicht näher genannten Ort in Florida aus beobachtet – gekleidet in ein Make America Great Again-Kappe und ein Golfshirt mit seinem Namen. An seiner Seite waren Außenminister Marco Rubio und Sicherheitsberater Michael Waltz. Am selben Tag kursierten Videos auf sozialen Medien, die Trump zunächst in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach und später im Trump International Golf Club West Palm Beach zeigen.

Das US-Militär fliegt Luftangriffe auf Waffenlager der Huthi-Rebellen im Jemen. (Archivbild)

USA setzen Militärschläge gegen Huthi-Miliz im Jemen fort – 53 Tote nach Luftangriffen

Die USA setzen ihre Militärschläge gegen die Huthi-Miliz im Jemen fort. Die Einsätze gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen gingen weiter, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X ohne weitere Einzelheiten mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba, die von der Huthi-Miliz kontrolliert wird, berichtete von zwei Luftangriffen in den frühen Morgenstunden im Raum der Hafenstadt Hudaida, etwa 230 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Sanaa.

Nach Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira stieg die Zahl der Todesopfer durch die US-Angriffe auf 53. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor im Sender Fox News die von Präsident Donald Trump am Samstag befohlenen Angriffe als klare Botschaft an die Huthi und den Iran bezeichnet. Sobald die Miliz sage, dass sie aufhöre, auf Schiffe zu schießen, würden die USA mit ihren Angriffen aufhören, fügte der Pentagonchef hinzu.

Die Trump-Dynastie: Alle Mitglieder und ihre Rollen in der „First Family“

Drei Ehefrauen, vier Geschwister, fünf Kinder, zehn Enkelkinder: Donald Trumps Familie wächst und wächst. Wir stellen Donalds Lieblingskinder, die Ex-Frauen und den Rest des Trump-Clans vor.
Von links: Donald Trump Jr., Tiffany Trump, Donald Trump, Melania Trump und Barron Trump im Weißen Haus im August 2020
Donald Trump, ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten.
Ivana Trump, ehemalige Ehefrau von Donald Trump und Mutter von Ivanka, Eric und Don, starb in diesem Jahr.
Die Trump-Dynastie: Alle Mitglieder und ihre Rollen in der „First Family“

Iran warnt vor Eskalation: Huthi-Miliz droht mit Angriffen auf US-Schiffe

Auch für den Iran sei die Botschaft klar, sagte Hegseth. Die Unterstützung der Huthi müsse sofort enden. Die USA würden Teheran sonst zur Rechenschaft ziehen. Der Iran verurteilte das Vorgehen der USA im Jemen. „Diese Angriffe, die zum Tod Dutzender unschuldiger Jemeniten führten, sind eine eklatante Verletzung der UN-Charta und werden die Sicherheit der Region einem beispiellosen Risiko aussetzen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. 

Die Huthi-Miliz macht bislang keinerlei Anzeichen einzulenken. Ihr Anführer, Abdel-Malik al-Huthi, erklärte in einer Rede: „Wenn sie [die USA] ihre Aggression fortsetzen, werden wir die Eskalation fortsetzen.“ Er kündigte an, US-Handels- und Kriegsschiffe anzugreifen, wie die arabischen TV-Sender Al-Dschasira und Sky News Arabia übereinstimmend berichteten. Die Miliz behauptete in der Nacht, zum zweiten Mal den US-Flugzeugträger USS Harry S. Truman angegriffen zu haben. Dies ließ sich unabhängig zunächst nicht prüfen. (dpa/jal)

Rubriklistenbild: © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare