Aktuelle Lage im Ticker
Nahost-Krieg: Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzen
News zum Krieg in Nahost im Ticker. Israel und Libanon vermelden Einigung. Angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran.
Update, 7:15 Uhr: Donald Trump hat erneut eine baldige Einigung in den Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht gestellt. Die Gespräche liefen gut und die Unterzeichnung von Dokumenten stehe kurz bevor, sagte Trump im Weißen Haus. Ein Abschluss könne bereits am Wochenende erfolgen, auch wenn dies noch nicht sicher sei.
Nahost-Krieg: Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzen
Update, 4. Juni, 5:50 Uhr: Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Außenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Nahost-Krieg. Die Angaben zu dem Konflikt im Iran, in Israel und der restlichen Golfregion lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Nahost-Krieg: Irans Gesprächskanäle zu den USA weiterhin offen
Update, 22:42 Uhr: Irans Gesprächskanäle zu den USA sind nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weiterhin offen. „Die Kommunikation mit den Amerikanern wurde nicht abgebrochen“, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim Araghtschis Äußerungen am Mittwoch gegenüber dem pro-iranischen libanesischen Fernsehsender Al-Majadeen. Demnach wurden „Botschaften hinsichtlich der Notwendigkeit ausgetauscht, die Aggression gegen Beirut zu beenden“. Im Verhandlungsprozess seien jedoch „keine greifbaren Fortschritte erzielt“ worden.
Eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch ist demnach „an die Bedingung geknüpft, die Rechte des iranischen Volkes zu gewährleisten, den Krieg im Libanon zu beenden und die Spannungen in der Region einzudämmen“.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Nahost-Krieg: Hisbollah setzt Angriffe auf Israel fort
Update, 20:13 Uhr: Ungeachtet einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung auf eine Kampfpause zwischen Israel und der Hisbollah hat die pro-iranische Miliz ihre Angriffe auf Israel fortgesetzt. Die Hisbollah teilte mit, sie habe Israels Norden am Mittwoch mit einer „Raketensalve“ angegriffen. Derweil wurden libanesischen Angaben zufolge bei neuen israelischen Angriffen neun Menschen getötet. Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten „als Reaktion auf den Verstoß der israelischen Armee gegen die Waffenruhe“ Soldaten im Norden Israels mit Raketen angegriffen. Auch seien israelische Soldaten im Süden des Libanon angegriffen worden.
Nahost-Krieg: Trump will Chamaein treffen
Update, 18:42 Uhr: Inmitten des Iran-Kriegs hat sich US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen mit dem Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei bereiterklärt. Auf Nachfrage sagte er in einem Interview mit der New York Post: „Ja, ich würde ihn gerne treffen – ich würde jeden treffen.“ Trump sagte, wahrscheinlich werde es irgendwann zu einem Aufeinandertreffen kommen, „je nachdem, wie sich alles entwickelt“.
Khamenei nehme in der iranischen Führung nach wie vor eine entscheidende Rolle ein, sagte Trump. Bisher scheine die US-Seite „ganz gut“ mit ihm auszukommen, sagte Trump. Allerdings nährte der US-Präsident die Spekulationen, Khamenei sei im Krieg schwer verwundet worden. „Wenn man den Geschichten glaubt, fehlen ihm, na ja, eine ganze Menge Teile.“
Update, 17:58 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat im US-Kongress eingeräumt, dass der Iran trotz der Militärschläge weiterhin über Kleinboote mit Maschinengewehren sowie Drohnenkapazitäten verfügt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. In der Meerenge von Hormus würden Schiffe weiter angegriffen, merkte die demokratische Abgeordnete Dina Titus an. Sie konfrontierte Rubio mit der Frage, ob der Krieg nun vorbei sei oder nicht. Der Außenminister räumte ein, dass der Iran keine massiven Drohnenschwärme mehr einsetzen könne wie einst – kritisierte aber zugleich den Einsatz teurer US-Waffensysteme zur Drohnenabwehr: „Das muss sich ändern“, sagte Rubio.
Wadephul verurteilt Angriffe Teherans auf Ziele in der Golfregion im Iran-Krieg
Update, 17:13 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die jüngsten iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion scharf verurteilt. „Das sind Angriffe, die sich gegen den Friedensprozess richten“, sagte Wadephul am Mittwoch in New York. Die Attacken richteten sich „gegen unbeteiligte Dritte“.
„Parallel zu Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und zu einem vereinbarten Waffenstillstand ist es völlig unzulässig, derartige Angriffe vorzunehmen“, betonte der Minister. „Wir verurteilen das auf das Schärfste und fordern den Iran auf, endlich diese Kampfhandlungen zu unterlassen.“ Wadephul sagte, er habe in Gesprächen mit seinen Kollegen in der Region seine Anteilnahme und Solidarität bekundet.
Iran greift Kuwait an: 13 Raketen und 17 Drohnen abgefangen
Update, 16:02 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat als „verrückt“ bezeichnet hat. Laut einem Bericht von Axios, der sich auf einen nicht namentlich genannten US-Regierungsbeamten berief, soll Trump Netanjahu außerdem vorgeworfen haben, ihm gegenüber undankbar zu sein. Im Podcast „Pod Force One“ äußerte Trump sich zum Iran-Krieg und zum Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. „Irgendwann sagte ich: ‚Bibi, wir müssen das stoppen. Wir müssen es stoppen‘“, so Trump in dem Interview.
Update, 14:58 Uhr: Kuwaits Streitkräfte haben heute nach eigenen Angaben 13 iranische Raketen und 17 iranische Drohnen abgefangen. Der Flughafen geriet im Lauf des Iran-Kriegs mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten heute eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer. Mindestens ein Mensch ist durch den iranischen Angriff ums Leben gekommen. Bei dem Drohnenangriff auf ein Passagierterminal wurden zudem 63 Menschen verletzt, wie das kuwaitische Gesundheitsministerium mitteilte.
Iran-Krieg: Trump weist Behauptung zurück, Netanjahu habe die USA in den Iran-Krieg verwickelt
Update, 14:00 Uhr: Donald Trump hat die Behauptung zurückgewiesen, er sei von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den Krieg gegen den Iran hineingezogen worden. Der US-Präsident beanspruchte die Entscheidung für sich allein. „Er hat mich reingelegt? Ich war doch derjenige, der damit angefangen hat“, sagte Trump in einem Podcast-Interview und begründete den Iran-Krieg mit dem Ziel, das Mullah-Regime am Besitz einer Atombombe zu hindern. Israels Existenz sieht er dabei als direkte Folge seines Handelns: „Ohne mich gäbe es heute kein Israel“, so Trump.
Update, 12:39 Uhr: Kuwait hat nach einem iranischen Angriff auf den internationalen Flughafen des Landes den Teilbetrieb wiederaufgenommen. Die Zivilluftfahrtbehörde gab bekannt, dass Kuwait Airways nach „Vor-Ort-Inspektionen und technischen Bewertungen“ wieder Flüge aus einem der Passagierterminals abfertigen werde. Bei der Attacke des Iran auf zivile Infrastruktur – darunter der internationale Flughafen Kuwait-Stadt – wurde laut dem kuwaitischen Außenministerium ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt. Ein anderes Terminal des Flughafens war durch den Einschlag beschädigt worden.
Update, 12:19 Uhr: Teheran hat die Vorwürfe von US-Außenminister Marco Rubio zu angeblichen iranischen Attentatsplänen gegen amerikanische Politiker scharf zurückgewiesen. Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei warf Washington vor, mit den Anschuldigungen von eigenen Kriegsverbrechen ablenken zu wollen. Das berichtet der Nachrichtensender Al Jazeera.
Update, 08:41 Uhr: Der internationale Flughafen von Kuwait hat nach einem iranischen Drohnenangriff den Flugbetrieb eingestellt. Mehrere „feindliche“ Drohnen hätten „im Rahmen einer iranischen Aggression“ das Passagierterminal T1 getroffen und „erhebliche materielle Schäden“ verursacht, erklärte die kuwaitische Armee. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte, der Iran habe in der Nacht „mehrere ballistische Raketen auf regionale Nachbarstaaten“ abgefeuert. Die USA hätten daraufhin „Selbstverteidigungs-Angriffe“ auf eine Bodenkontrollstation auf der iranischen Insel Qeschm ausgeführt. Centcom dementierte iranische Erfolgsmeldungen: „Alle iranischen Angriffe auf US-Streitkräfte sind gescheitert.“
Update, 07:25 Uhr: Der Iran hat nach eigenen Angaben Raketen und Drohnen auf US-Streitkräfte in der Region abgefeuert. Die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Videomaterial nächtlicher Abschüsse und bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für eine vorangegangene US-Militäraktion. Laut Tasnim richteten sich die Geschosse gegen die Fünfte Flotte der US-Marine, einen Luftwaffenstützpunkt sowie eine Hubschrauber-Basis der „terroristischen und kindermordenden amerikanischen Armee“. Das US-Zentralkommando CENTCOM erklärte, es habe zuvor eine Bodenstation auf der iranischen Insel Qeschm im Rahmen der Selbstverteidigung angegriffen und Kuwait sowie Bahrain beim Abfangen iranischer Raketen und Drohnen unterstützt.
Update, 7:00 Uhr: Ein iranischer Militärsprecher hat auf der Plattform X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden bestätigt. Man habe gewarnt, „dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein“, hieß es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Straße von Hormus werde das US-Militär „teuer zu stehen kommen“, warnte er.
Erstmeldung: Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus an. Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf.
Das US-Militär wehrte die Angriffe des Irans nach eigenen Angaben erfolgreich ab. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Als Reaktion habe man zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf Qeschm durchgeführt. Kurz darauf wehrte das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere „Welle iranischer Drohnen“ ab, die Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait zum Ziel hatten.
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