„Trump hat gelogen“

Wahl in New York: Mamdani bekommt im Endspurt prominente Unterstützung

Der Demokrat Mamdani will soziale Reformen in New York. Linke Parteigrößen wie Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez gefällt das.

New York City – Der linke Bürgermeisterkandidat in New York, Zohran Mamdani, erhält im Wahl-Endspurt prominente Unterstützung. Bei einer Großkundgebung in Queens traten der linke Senator Bernie Sanders und die bekannte Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez an seiner Seite auf. Rund 13.000 Menschen kamen, um Mamdanis Botschaften zu hören: Der selbsternannte demokratische Sozialist steht für soziale Gerechtigkeit, bezahlbares Leben in der Stadt und ein Bruch mit politischen Machtstrukturen, die viele als festgefahren empfinden.

Namhafte Unterstützung zur Wahl in New York: Sanders (links) und Ocasio-Cortez (rechts) bei einer Versammlung des linken Kandidaten Mamdani.

New York wird am 4. November 2025 über seinen neuen Bürgermeister entscheiden. Der 34-jährige Mamdani, politisch klar links positioniert und seit 2018 US-Bürger, führt in aktuellen Umfragen zur Wahl in New York vor den Konkurrenten Andrew Cuomo und Curtis Sliwa. Cuomo, einst Gouverneur, musste sich bereits in der demokratischen Vorwahl geschlagen geben und kandidiert nun unabhängig. Er liegt in den meisten Umfragen, zehn, teils sogar 20 Prozentpunkte hinter Mamdani. Sliwa bleibt als Republikaner in den Umfragen auf dem dritten Platz zurück. Der amtierende Bürgermeister Eric Adams (Demokrat) zog wegen Korruptionsvorwürfen eine erneute Kandidatur zurück. Das bot Mamdani eine Chance.

Bürgermeisterwahl in New York: Mamdani will Geschichte schreiben - Trump droht

Skyline von New York City
Zohran Mamdani im Wahlkampf
Mamdani vor der Bürgermeisterwahl in NEw York
Mira Nair (im Bild), ist als Filmregisseurin erfolgreich
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„Besteuert die Reichen!“: Mamdanis Programm zur Bürgermeisterwahl in New York ist klar – und begeistert

Mamdani ist Teil des linken Flügels der Demokraten, dessen Mitglieder in den USA als „Democratic Socialists of America“ bezeichnet wrden. Auffällig fröhlich und bürgernah gibt Mamdani sich in seiner Kampagne vor der Bürgermeisterwahl in New York. Gleichzeitig sticht er auch mit seinen Forderungen heraus. Im Fokus stehen die enormen Lebenshaltungskosten in New York: Mamdani fordert Mietpreisbremsen, kostenlose Busse und kostenlose Kinderbetreuung — finanziert durch höhere Steuern für Wohlhabende und Unternehmen. Das Publikum in Queens machte unmissverständlich klar, was es erwartet: „Tax the Rich!“, also „Besteuert die Reichen!“, heißt es in Zurufen.

„Lasst unsere Worte so laut erklingen, dass Cuomo sie heute Abend in seiner 8.000 Dollar teuren Wohnung hören kann“, hieß es in einem Seitenhieb des Demokraten. Mamdani betonte in seiner Rede im Stadtteil Queens, die Wahl am 4. November sei eine Gelegenheit, autoritären Tendenzen unter US-Präsident Donald Trump etwas entgegenzusetzen. Man könne so ein Signal an das „Establishment“ senden. Viele Menschen hätten Trump aus wirtschaftlicher Hoffnung gewählt — doch nun sei deutlich geworden: „Trump hat gelogen.“

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Sein Versprechen lautet daher, die Arbeiterklasse zu schützen, „die er zurückgelassen hat“. Alt und jung kamen zu der Versammlung in Queens, aus ganz verschiedenen Hintergründen. Stimmen aus dem Publikum, die The Guardian zitierte, einte der Frust über Trump, die Lebenserhaltungskosten – und die Hoffnung, dass mit Mamdani endlich jemand die Wahrheit spricht und die Probleme angeht.„Unsere Arbeit hat gerade erst begonnen. Am 4. November befreien wir uns“, sagte Mamdani in seinen Schlussworten.

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Ocasio-Cortez unterstrich, dass Forderungen nach fairen Löhnen, Wohnraum und Gesundheitsversorgung nicht radikal seien, sondern schlicht „grundlegende Menschlichkeit“. „Wir sind nicht die Verrückten“, sagte die Abgeordnete im US-Kongress.

Sanders wiederum sprach von einem Signal weit über New York hinaus: Ein Erfolg Mamdanis könne Menschen im ganzen Land und weltweit ermutigen. Auch im Trump-Lager werde genau hingeschaut. Der Demokrat gilt als einer der prominentesten Gegenspieler des US-Präsidenten Donald Trump, der Mamdani mehrfach einen „Kommunisten“ nannte und mit finanziellen Sanktionen drohte. Ein Bürgermeister Mamdani wäre nicht nur ein politischer Einschnitt für die Stadt — sondern eine direkte Herausforderung für jene, die mit großem Geld politischen Einfluss sichern wollen.

Sanders und Ocasio-Cortez hatten die Kampagne von Mamdani bereits seit einigen Monaten unterstützt. Laut AP News fing dies bereits vor den demokratischen Vorwahlen im Juni an. Nach den Wahlen am 4. November wird sich zeigen, ob die Kampagne Erfolg hatte. Sanders zeigte sich optimistisch. Auf die rhetorische Frage, ob die Arbeiterklasse auch im Jahr 2025 zusammenkommen und kämpfen könnte, sagte er: „Da habt ihr verdammt recht, das können wir.“ (Quellen: dpa, The Guardian, AP News, eigene Recherche) (lismah)

Rubriklistenbild: © ANGELA WEISS / AFP

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