Putins Armee im Ukraine-Krieg

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland hat offenbar bereits mehr als 900.000 Soldaten eingebüßt

Nach drei Jahren sind Russland Verluste im Ukraine-Krieg weiter exorbitant hoch. Kiew meldet jeden Tag neue Daten. Putins Armee verliert auch Ausrüstung.

Moskau – Die Verluste im Ukraine-Krieg sind enorm hoch. Zuletzt hat sich auch der neue US-Präsident dazu geäußert. Donald Trump behauptete, dass die tatsächlichen Verluste auf beiden Seiten bekannt seien, aber nicht vollständig veröffentlicht würden: „Viel mehr Menschen sind gestorben, als Sie berichten“, sagte Trump kurz nach seiner Amtseinführung vor der Presse im Weißen Haus.

Trump zufolge hat der Ukraine-Krieg bereits „Millionen Menschen“ das Leben gekostet, darunter vor allem Soldaten. „Es ist sehr flach, wissen Sie, es ist wunderschönes Ackerland, wirklich auf eine besondere Weise schön, aber es gibt keinen Schutz“, sagte der Republikaner. „Das Einzige, was eine Kugel aufhält, ist ein Körper.“ Nach Trumps Aussagen hat Russland etwa 800.000 Soldaten verloren, während die Ukraine 600.000 bis 700.000 tote oder verwundete Soldaten zu beklagen habe.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Putins Angriffskrieg: Die Verluste von Russland im Ukraine-Krieg in Zahlen

Die enorm hohen Opferzahlen in solchen Konflikten lassen sich in der Regel nicht unabhängig verifizieren. Weder die Politik in Russland noch Kiew haben bisher vertrauenswürdig erscheinende Zahlen zu ihren jeweiligen Verlusten bekanntgegeben. Vor gut einem Monat hatte die New York Times unter Berufung auf Militär- und Geheimdienstquellen der USA berichtet, bisher seien 57.000 ukrainische Soldaten gefallen. Die russischen Verluste wurden von der Nato zuletzt auf über 600.000 Tote und Verwundete beziffert.

Die ukrainischen Streitkräfte bringen Russland im Ukraine-krieg enorm hohe Verluste bei.

Dafür veröffentlicht der ukrainische Generalstab jeden Tag neue Zahlen zu Russlands Verlusten. Demnach sollen allein in den vergangenen 24 Stunden etwa 1470 russische Soldaten bei Kampfhandlungen getötet oder schwer verletzt worden sein. Die Gesamtzahl der Opfer steigt demnach auf knapp 903.480 tote und verwundete Soldaten. Auch diese Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

DatumVerluste am TagVerluste insgesamt
23. März1470903.480
22. März (Sa)1210902.010
21. März (Fr)1330900.800
20. März (Do)1400899.470
19. März (Mi)1060898.070
18. März (Di)1560897.010
17. März (Mo)1210895.450
16. März (So)1400894.240

Russland muss auch bei der Ausrüstung schwere Verluste im Ukraine-Krieg hinnehmen

Neben den Verlusten unter den Soldaten werden auch zerstörte Panzer, Drohnen und andere Waffensysteme dokumentiert. Die Zahlen in der folgenden Liste werden ebenfalls von der ukrainischen Militärführung mitgeteilt (Stand: 23. März). Diese Zahlen können ebenfalls nicht überprüft werden.

  • Panzer: 10412 (+9 zum Vortag)
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 21.636 (+27)
  • Artilleriesysteme: 25048 (+104)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1333 (+6)
  • Luftabwehrsysteme: 1116 (+5)
  • Flugzeuge: 370
  • Hubschrauber: 331
  • Drohnen: 30495 (+157)
  • Marschflugkörper: 3121
  • Kriegsschiffe und Boote: 28
  • U-Boote: 1
  • Fahrzeuge und Tanklaster: 41.610 (+185)
  • Spezialausrüstung: 3784 (+2)

Krieg in der Ukraine

Über alle Entwicklungen aus dem Ukraine-Krieg und die Lage an der Front informieren wir in unserem aktuellen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen von Tag zu Tag

Zahlen zu den russischen Verlusten werden auch vom russischsprachigen Dienst der britischen Rundfunkanstalt BBC und dem unabhängigen russischen Nachrichtenportal Mediazona veröffentlicht. Demnach sollen im Ukraine-Krieg bisher rund 165.000 russische Soldaten gefallen sein, fast 100.000 Namen konnten demnach bisher verifiziert werden.

Diesen Daten liegen verifizierte, öffentlich verfügbare Quellen zu Grunde. Darunter fallen Social-Media-Posts von Familienmitgliedern, lokale Nachrichtenberichte und offizielle Ankündigungen regionaler Behörden. Da nicht jeder Militärtod öffentlich bekannt wird, dürften die russischen Verluste im Ukraine-Krieg noch deutlich höher sein. (cs)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Stanislav Krasilnikov

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