Trauer in der Ukraine

„Starb wie ein Held“: Pilot von F-16-Kampfjet bei einem der schwersten Luftangriffe Russlands getötet

F-16-Kampfjets sind für Kiew im Ukraine-Krieg von großer Bedeutung. Nun beklagen die Luftstreitkräfte einen neuen Verlust – ein Pilot wurde bei einem Einsatz getötet.

Kiew – Der F-16-Kampfjet galt in einer früheren Phase des Ukraine-Kriegs als Hoffnungsbringer. Monatelang warb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei westlichen Unterstützern um das Kriegsgerät, seit August 2024 verfügt die Luftwaffe über die ersten Flugzeuge. Verluste in den Reihen des Mehrzweckkampfflugzeugs sind selten, doch immer wieder gibt es Berichte über Abstürze. Nun ist ein Pilot im Kampfeinsatz ums Leben gekommen.

Nach schweren Angriff Russlands: Pilot von F-16-Kampfjet im Ukraine-Krieg gestorben

Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilten am Sonntagmorgen, dem 29. Juni, mit, dass der Pilot des F-16-Kampfjets bei einem Einsatz gegen russische Luftangriffe im Ukraine-Krieg ums Leben gekommen sei. Der Oberstleutnant habe in der Nacht russische Angriffe abgewehrt, als der Jet getroffen worden sei, hieß es weiter. Wie aus dem Bericht hervorgeht, habe der Pilot zuvor selbst sieben Ziele abgeschossen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Anschließend sei sein Flugzeug getroffen worden. Der 1993 geborene Offizier habe es dann aber nicht mehr geschafft, sich aus dem Kampfjet herauszukatapultieren. „Leider haben wir einen weiteren schmerzhaften Verlust erlitten“, hieß es in der Mitteilung. „Er starb wie ein Held“, schrieb die Luftwaffe weiter. Für die Ukraine sind diese im Westen ausgebildeten Piloten im Kampf gegen den seit mehr als drei Jahren andauernden russischen Angriffskrieg von großer Bedeutung. Verluste in den F-16-Geschwadern sind bisher vergleichsweise selten.

F-16-Kampfjet im Ukraine-Krieg: Pilot getötet – Russland setzt schwere Angriffe fort

Russland hatte in der Nacht zu Sonntag erneut die Ukraine mit schweren Angriffen überzogen. Dabei sollen die Streitkräfte von Wladimir Putin mehr als 500 Drohnen, Raketen und Marschflugkörper in der Nacht auf die Ukraine abgefeuert haben. Es gab erneut Verletzte und schwere Schäden auch an ziviler Infrastruktur. Im ganzen Land habe es Luftalarm gegeben, auch in weit von der Frontlinie entfernten Regionen im Westen der Ukraine, berichtete etwa The Kyiv Independent. Bereits am Samstagabend hatte die ukrainische Luftwaffe demnach vor Bombern und Drohnen gewarnt, die Russland in verschiedene Regionen losgeschickt habe.

Ein F-16-Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe im Flug.

Unter Berufung auf die polnischen Streitkräfte hieß es in den Berichten, als Reaktion auf die Angriffe im Westen des Nachbarlandes, das dort an Polen grenzt, seien Kampfjets zusammengezogen und die Luftverteidigung vom Boden aus aktiviert worden. (fbu/dpa)

Rubriklistenbild: © Efrem Lukatsky/dpa

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