Aktuelle Lage

Ukraine-Krieg aktuell: Schwerster Angriff auf Kiew seit Wochen – Unesco-Welterbe in Flammen

News zum Ukraine-Krieg: Tote bei Angriff auf Stadt südlich von Moskau, und Tote bei schweren Luftschlägen gegen Kiew. Der Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 8:54 Uhr: Russland hat Kiew mit dem schwersten Luftangriff seit zwei Wochen attackiert – vier Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt, meldete laut Reuters zudem 30 Verletzte. Das historische Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra, gegründet 1051 und Teil des Unesco-Weltkulturerbes, geriet dabei in Brand und wurde schwer beschädigt.

Das historische Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra nach Bombardement in Brand (Aufnahme vom 15. Juni)

Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko kommentierte den Angriff auf X: „Ein brutaler Angriff auf unsere Bevölkerung und unser Erbe. Das ist das wahre Gesicht der orthodoxen Werte Russlands.“

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote bei Angriff auf Stadt südlich von Moskau

Update, 7:34 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Tula sind drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den drei Verletzten befindet sich laut Reuters auch ein einjähriges Kind.

Gouverneur Dmitri Miljajew bestätigte den Angriff auf der Plattform Telegram. Die rund 200 Kilometer südlich von Moskau gelegene Stadt ist wegen ihrer großen Industrieanlagen strategisch bedeutsam und steht immer wieder im Visier ukrainischer Drohnen-Attacken.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Budapester Memorandum
Ukrainedemo, München
Orangene Revolution in der Ukraine
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Update, 15. Juni, 6:07 Uhr: Beim schwersten russischen Angriff auf Kiew seit Langem sind nach Behördenangaben fünf Menschen verletzt worden. Laut Bürgermeister Witali Klitschko sind 140.000 Einwohner nach Schäden an Oberleitungen ohne Stromversorgung.

Besonders schwer traf es das Kiewer Höhlenkloster: Das als historisches Wahrzeichen geltende Gotteshaus fing nach einem direkten Treffer Feuer, wie Militärverwaltungschef Tymur Tkatschenko mitteilte. Auch ein Hochhaus stehe in Flammen. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnte laut Reuters vor fortgesetzten Drohnenangriffen.

Update, 21:54 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will am Rande des G7-Treffens im französischen Evian mit US-Präsident Donald Trump über die russische Invasion und die Bemühungen um eine Ende des Krieges sprechen. In einem Telefonat mit Trump am Sonntag, in dem er diesem zu seinem 80. Geburtstag gratulierte, habe er „über Maßnahmen gesprochen, die jetzt zum Frieden beitragen könnten“, erklärte Selenskyj in Onlinediensten.

„Ich habe den Präsidenten über die jüngsten Entwicklungen an der Front informiert und darüber, wie sich unsere Position gefestigt hat“, führte Selenskyj aus. „Wir haben vereinbart, dass wir uns bei unserem Treffen beim G7-Gipfel weiter darüber austauschen werden.“ Kiew habe „ein paar gute Ideen, die dazu beitragen könnten, Frieden zu schaffen und Menschenleben zu schützen“, fügte er hinzu.

Update, 15:17 Uhr: Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf Russland Brände in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl ausgelöst. In der südlich von Moskau gelegenen Region Tula teilte Gouverneur Dmitri Miljajew mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. In sozialen Netzwerken gab es Berichte und nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einem Brand. Demnach wurde der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot getroffen.

Asot ist eines der größten Chemiewerke Russlands, das vor allem Dünger, aber auch Bestandteile für die Produktion von Munition in Rüstungsbetrieben herstellt. Der Gouverneur machte zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung. In Orjol – rund 350 Kilometer westlich von Moskau – schlug eine Drohne in einem Hochhaus ein, wie Gouverneur Andrej Klytschkow mitteilte. Ein Mensch sei getötet worden bei dem gezielten Angriff; es gebe auch acht Verletzte. Der Beamte veröffentlichte auch Fotos von den Schäden.

Update, 13:49 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf X Fotos von Berichten veröffentlicht, die russische Beamte dem Kremlchef Wladimir Putin vorlegen. Der ukrainische Geheimdienst habe entsprechende Dokumente beschafft, die bis auf Putins Schreibtisch gelangten, so Selenskyj.

„Unsere Geheimdienste berichteten über die Ergebnisse ihrer Arbeit zur Beurteilung der internen Lage in Russland und zur Beschaffung von Dokumenten, die schließlich auf dem Schreibtisch des russischen Staatschefs landen. Uns ist bewusst, dass Putin selten völlig wahrheitsgemäße und unverfälschte Informationen erhält. Doch selbst das, was er in den ihm zugesandten Dokumenten sieht, erlaubt dennoch Schlussfolgerungen.“

Aus den Unterlagen gehe demnach hervor, dass die sogenannten „prognostizierten Indikatoren“ für die Unzufriedenheit der Russischen Bevölkerung mit Putin stetig steigen. Putin werde bereits darauf vorbereitet, diese wachsende Unzufriedenheit als unaufhaltsam zu akzeptieren – und darauf, dass der Indikator bis zu den russischen Parlamentswahlen im September „kein Plateau erreichen wird“.

Update, 11:51 Uhr: Großbritannien hat am heutigen Sonntag (14. Juni) nach Angaben der Regierung im Ärmelkanal einen zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker aufgebracht. „Bei dem ersten Einsatz dieser Art unter britischer Führung wurde das Schiff ‚Smyrtos‘ von Kommandos der Königlichen Marine und speziell geschulten Sicherheitskräften der Nationalen Behörde zur Verbrechensbekämpfung angehalten und überprüft“, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.

Russische Schwarzmeerflotte auf der Flucht: Offiziere verlegen Familien – Kommando verlässt Krim

Update, 10:38 Uhr: Mitglieder der ukrainischen Widerstandsbewegung Atesh berichten, dass Stabsstrukturen der russischen Schwarzmeerflotte Pläne zur Verlegung der verbliebenen Kommandostellen von Sewastopol im besetzten Krimgebiet in die russische Stadt Noworossijsk ausarbeiten.

Atesh zufolge steht der geplante Umzug im Zusammenhang mit der wachsenden Zahl ukrainischer Angriffe auf die Krim – darunter der Angriff auf das Hauptquartier der Luftfahrtabteilung der Schwarzmeerflotte am 27. Mai. Frühere Stützpunkte auf der Halbinsel, darunter das Luftfahrthauptquartier in der Hoholstraße, verlören zunehmend ihre Funktionsfähigkeit, so die Partisanenbewegung. „Einigen Informanten unter den Militärangehörigen zufolge kümmern sich manche Offiziere bereits um die praktischen Aspekte des Umzugs, ohne auf offizielle Befehle zu warten: Sie verlegen ihre Familien, trennen sich von Eigentum, das sie nicht mitnehmen können, und lassen sich in Noworossijsk nieder. Die Moral in der Führung der Flotte ist niedrig – wer wirklich versteht, was vor sich geht, zögert lieber nicht.“

Update vom 14. Juni, 8:29 Uhr: Ukrainische Drohnenangriffe haben in Russland Brände in Industrieanlagen in den Regionen Tula und Jaroslawl ausgelöst. In der Region Tula, südlich von Moskau, berichtete Gouverneur Dmitri Miljajew, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. Sozialen Netzwerken zufolge – Videoaufnahmen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen – wurde dabei der Betrieb Asot getroffen, eines der größten Chemiewerke Russlands. Die Anlage produziert neben Düngemitteln auch Vorprodukte für die Munitionsherstellung in Rüstungsbetrieben und gilt damit als bedeutend für die russische Kriegswirtschaft. Zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung äußerte sich der Gouverneur zunächst nicht.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte, mehrere Drohnenangriffe seien abgewehrt worden. Der Flughafen Schukowski wurde wegen Luftalarms geschlossen, auch am Hauptstadtflughafen Domodedowo kam es zu Einschränkungen.

Kraftstoffkrise in Russland: Benzinrationierungen weiten sich aus – 25 Regionen betroffen

Update, 22:54 Uhr: Das Dauerfeuer der Ukraine auf Putins Wirtschaft zeigt weiterhin Wirkung: Russland hat im Zuge des Ukraine-Kriegs seine Benzinrationierungen auf weitere Regionen ausgeweitet – nach Moskau und Sankt Petersburg gilt nun auch in Tatarstan und Uljanowsk ein Kauflimit an Tankstellen des Konzerns Tatneft. Wie die Moscow Times berichtet, sind von dem landesweiten Kraftstoffmangel inzwischen mindestens 25 russische Regionen betroffen. Ursache der Versorgungskrise sind systematische Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf die russische Öl-Infrastruktur. Besonders dramatisch ist die Lage auf der Krim, wo Drohnenangriffe auf eine Versorgungsstraße die Lieferketten empfindlich stören.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert Gleitbomben auf Slowjansk

Update, 20:47 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat Russland erneut Zivilisten ins Visier genommen – dieses Mal traf es Slowjansk in der Region Donezk. Beim Beschuss mit Gleitbomben vom Typ FAB-250 wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter ein neunjähriger Junge. Regionalchef Wadym Filaschkin machte deutlich, was er von dem Angriff hält: „Die Russen kämpfen gegen Zivilisten, Kinder, Wohnblöcke und friedliche Städte. Das ist kein Zufall, kein Versehen, sondern ein gezielter Terror“, sagte er laut Ukrinform. Durch den Einschlag in einem Wohnviertel wurden 24 Wohnblöcke und drei Fahrzeuge beschädigt.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump und Selenskyj planen Gespräch

Update, 19:41 Uhr: Trump und Selenskyj treffen beim G-7-Gipfel in Frankreich aufeinander. US-Präsident Donald Trump wird kommende Woche in Évian-les-Bains an einer gemeinsamen Arbeitssitzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und weiteren G7-Staats- und Regierungschefs teilnehmen – der Ukraine-Krieg steht dabei im Mittelpunkt, wie der Kyiw Independent berichtet. Das Treffen für den 16. Juni wurde laut ranghohen US-Regierungsbeamten bestätigt, die gegenüber Reportern anonym blieben. Ein separates bilaterales Gespräch zwischen Trump und Selenskyj ist bislang nicht geplant, könnte jedoch am Rande des Gipfels stattfinden.

Ukraine-Krieg aktuell: Angriff auf Russlands Wirtschaft – Chemiewerk auf der Krim getroffen

Update, 18:26 Uhr: Ein Drohnenangriff auf der besetzten Krim hat die Produktion im Chemiewerk Krymskyi Tytan in Armjansk zum Erliegen gebracht. Piloten des 1. Separaten Zentrums der Ukrainischen Streitkräfte für Unbemannte Systeme führten den Angriff durch, berichtet die Ukrainska Pravda. Die Anlage lieferte nach ukrainischen Angaben Vorprodukte für die russische Rüstungsindustrie. Brovdi erklärte, das Werk werde von der russischen Firma Russky Titan betrieben, die die Anlage im Zuge der Krim-Besetzung illegal übernommen habe. Der Angriff reiht sich in eine Serie ukrainischer Präzisionsschläge gegen russische Rüstungsbetriebe ein: Erst wenige Tage zuvor hatte die Ukraine in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni ein Werk im russischen Tscheboksary mit Flamingo-Raketen getroffen, das Komponenten für Drohnen und Raketen produziert.

Ukraine-Krieg aktuell: UN meldet Zahlen von toten Zivilisten

Update, 22:42 Uhr: Die Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.

Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen. Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai.

Update, 20:23 Uhr: Ein EU-Vertreter hat Medienberichte bestätigt, wonach China russische Soldaten vor ihrem Einsatz im Ukraine-Krieg ausgebildet hat. „Die Ausbildung russischer Soldaten durch die Chinesen ist von unseren Diensten bestätigt worden“, teilte der EU-Vertreter, der anonym bleiben wollte, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit. An den Ausbildungsprogrammen an mehreren Orten in China hätten „hunderte“ russische Soldaten teilgenommen, von denen „einige“ anschließend in der Ukraine eingesetzt worden seien.

Schweden warnt vor möglichem russischen Angriff auf NATO-Mitgliedsstaaten

Update, 14:56 Uhr: Verteidigungspolitiker in Schweden warnen vor russischen Militärangriffen auf das skandinavische Land oder andere NATO-Staaten schon in der näheren Zukunft. „Ein bewaffneter Angriff auf Schweden oder andere Verbündete kann nicht ausgeschlossen werden“, konstatiert der Verteidigungsausschuss des schwedischen Parlaments in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.

Solche „militärischen Vorstöße“ könne Moskau etwa ausführen, um den Zusammenhalt der NATO und die „Glaubwürdigkeit“ der gegenseitigen Beistandsverpflichtung gemäß Artikel 5 auf die Probe zu stellen. Die Verteidigungspolitiker warnen, dass russische Militärangriffe bereits „in der relativ nahen Zukunft stattfinden könnten, wenn die politische Lage vom Kreml als günstig eingeschätzt wird“.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nimmt Ziele auf der Krim ins Visier

Update, 12:00 Uhr: Die ukrainische Armee hat mit ihren Drohnen mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Danach wurde am Kraftwerk von Simferopol ein großer Brand beobachtet, wie der pro-ukrainische Telegram-Kanal Krymskij Weter berichtete. Am russischen Luftwaffenstützpunkt Saki gab es demnach Flugabwehrfeuer. Explosionen seien auch in anderen Teilen der Halbinsel zu hören gewesen. Die russische Verwaltung äußerte sich nicht zu den Angriffen.

Ukraine-Krieg aktuell: Starker Beschuss geht weiter

Update, 10:50 Uhr: Russland hat die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden erneut massiv beschossen. Laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte setzten die russischen Streitkräfte 10.104 Kamikaze-Drohnen ein und starteten 3528 Angriffe auf ukrainische Stellungen und Siedlungen, darunter 52 mit Mehrfachraketenwerfern. An der Front wurden 241 Gefechte registriert, der Schwerpunkt lag auf den Frontabschnitten rund um Pokrowsk und Huljaipole.

Ukraine-Krieg aktuell: Verluste für Russland

Update, 8:30 Uhr: Der Blutzoll für Russland im Ukraine-Krieg bleibt weiter enorm hoch. Nach Angaben des Generalstabs in Kiew haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden erneut etwa 1300 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,38 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem hat die Ukraine nach eigenen Angaben 78 Artilleriesysteme, und mehr als 2200 Drohnen zerstört. Hier ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

  • Soldaten: 1.380.120 (+1300 zum Vortag)
  • Panzer: 12.014 (+4)
  • Artilleriesysteme: 43.865 (+78)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1861 (+2)
  • Luftabwehrsysteme: 1417 (+1)
  • Drohnen: 344.869 (+2218)

E3-Botschafter treffen russischen Vize-Außenminister: Aufforderung zu Ukraine-Verhandlungen

Update, 17:41 Uhr: Die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben bei einem Treffen im russischen Außenministerium nach eigenen Angaben den jüngsten Aufruf ihrer Länder und Kiews zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs dargelegt. Dabei sei es auch um die Unterstützung der Aufforderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine unter Beteiligung der USA und Europas gegangen, hieß es in einer Mitteilung nach dem Treffen. Die Botschafter trafen demnach den stellvertretenden russischen Außenminister Michail Galusin.

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Truppen umzingeln wichtige Stadt in Donezk

Update, 11:05 Uhr: Die Schlinge um Kostjantyniwka zieht sich zu. Die ostukrainische Industriestadt wird mittlerweile von drei Seiten durch russische Truppen umfasst und droht noch in diesem Sommer zu fallen. „Kostjantyniwka befindet sich in einer Halbeinkreisung“, warnte Serhij Jaryj, Kommandeur eines ukrainischen Drohnenbataillons laut der dpa. Die russische Armee attackiert gezielt die letzten Hauptnachschubwege. Das macht Evakuierungen, Versorgung und Truppenverstärkungen extrem schwierig.

Aktuelle ukrainische Lagekarten bestätigen den stetigen Vormarsch der russischen Truppen. Dies steht in starkem Kontrast zu Kiews jüngsten, internationalen Erfolgsmeldungen über gestoppte Angriffe. Beobachter halten einen Fall der Stadt in den kommenden Monaten für realistisch. Damit stünden von den größeren Städten im Gebiet Donezk nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle.

Ukraine-Krieg aktuell: Raffinerie stellt nach Drohnenbeschuss Betrieb ein

Update, 6:55 Uhr: Nach dem Drohnenangriff in der Nacht zum Mittwoch muss die Kuibyschew-Raffinerie in Samara den Betrieb bis auf Weiteres vollständig einstellen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen in der Öl- und Gasindustrie. Der Angriff auf die Raffinerie des russischen Rosneft-Konzerns habe erhebliche Schäden verursacht, derzeit sei die Anlage nicht betriebsbereit. Das Werk zählt zu den wichtigsten Treibstoffproduzenten in Russland, besonders für den Bedarf der russischen Armee.

Rubriklistenbild: © Genya Savilov/AFP

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