Aktuelle Lage im Iran-Krieg
Iran-News: Verhandlungen stecken fest – „Weit von einer Einigung entfernt“
Aktuelle News zum Iran-Krieg: Trump glaubt an ein Friedensabkommen, doch Teheran erneuert die Hormus-Blockade. Der Ticker.
Update, 06:49 Uhr: Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat eingestanden, dass die Atomgespräche mit Washington trotz partieller Fortschritte in einer Sackgasse stecken – man sei noch „weit von einer endgültigen Einigung entfernt“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Teheran hat zudem die kurz zuvor angekündigte Öffnung der Straße von Hormus wieder kassiert und geht seither militärisch gegen Schiffe vor. Ghalibaf machte die US-Seeblockade iranischer Häfen für die erneute Schließung der für den globalen Ölmarkt bedeutsamen Meerenge verantwortlich. „Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein“, warnte er laut dpa. Das US-Militär erklärte seinerseits, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.
Aktuelle Lage im Nahost-Krieg: Macron beschuldigt Hisbollah am Tod von Blauhelm-Soldat
Update, 06:12 Uhr: Im Südlibanon ist ein französischer Blauhelm-Soldat getötet worden – Präsident Emmanuel Macron macht die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz dafür verantwortlich. Alles deute darauf hin, dass die Hisbollah „für diesen Angriff verantwortlich ist“, schrieb Macron auf X. Laut Verteidigungsministerin Catherine Vautrin handelte es sich um einen „Hinterhalt“ „von einer bewaffneten Gruppe aus nächster Nähe“ – der Soldat wurde „durch einen direkten Schuss aus einer Handfeuerwaffe“ getötet. Die Hisbollah wies jede Beteiligung zurück, UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff scharf. Die Unifil stufte ihn als „vorsätzlich“ ein und machte mutmaßlich Hisbollah-Kämpfer verantwortlich.
Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf Öl-Tanker
Update, 22:47 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. „Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden“, warnten die Revolutionsgarden am Samstag in einer Erklärung auf ihrer Website Sepah News. Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde „ins Visier genommen“. Die Revolutionsgarden warnten alle Schiffe „von jeglicher Art“ davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen. Dies sind die beiden Meeresgebiete, die durch die Straße von Hormus verbunden werden.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Update, 21:28 Uhr: Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf die Unifil-Mission im Libanon „aufs Schärfste“ verurteilt. „Die Verantwortlichen für den Angriff müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, forderte das Auswärtige Amt am Samstag in einer Mitteilung im Onlinedienst X. Die Sicherheit der UN-Blauhelme müsse gewährleistet werden. Zugleich bekräftigte das Auswärtige Amt die Forderung, dass die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Waffen niederlegen müsse. Bei dem Angriff auf eine Unifil-Patrouille einen Tag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon war am Samstag ein französischer Soldat getötet worden. Drei weitere französische Unifil-Soldaten wurden verletzt.
Iran-News: Teheran erhält „neue Vorschläge“ von den USA
Update, 19 Uhr: Im Ringen um eine Friedenslösung hat der Iran nach eigenen Angaben „neue Vorschläge“ von den USA erhalten. Die während des Aufenthalts des als Vermittler auftretenden pakistanischen Armeechefs in Teheran vorgelegten Vorschläge würden derzeit geprüft, erklärte der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran am Samstag. Die Islamische Republik habe noch nicht geantwortet. Zugleich schlug das Gremium harte Töne an: Die iranische Verhandlungsdelegation werde „nicht den geringsten Kompromiss“ eingehen, zurückweichen oder Nachsicht zeigen. Vielmehr werde sie „mit all ihrer Kraft die Interessen der iranischen Nation verteidigen“.
Update, 16:57 Uhr: Die USA und der Iran haben im Ringen um ein Friedensabkommen nach iranischen Angaben noch keinen Termin für eine zweite Verhandlungsrunde vereinbart. „Bis wir uns nicht auf ein Rahmenwerk geeinigt haben, können wir kein Datum festlegen“, sagte der iranische Vize-Außenminister Said Chatibsadeh am Samstag bei einem diplomatischen Forum in der türkischen Provinz Antalya. „Wir hoffen, dass wir zum nächsten Schritt übergehen können, sobald wir das abgeschlossen haben.“ Weiter hieß es: „Wir wollen nicht in eine Verhandlung oder ein Treffen gehen, das zum Scheitern verurteilt ist und einen Vorwand für eine weitere Eskalationsrunde bieten könnte.“ Er betonte zugleich, der Iran sehe sich der Diplomatie verpflichtet.
Iran-News: Neuer Vorfall in der Straße von Hormus
Update, 14:05 Uhr: Iranische Kanonenboote haben nach Angaben einer britischen Behörde auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen. Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mitteilte, berichtete der Kapitän des Tankers von einem Angriff durch zwei Kanonenboote der Iranischen Revolutionsgarden rund 37 Kilometer nordöstlich von Oman. Ohne Vorwarnung hätten die Boote „auf den Tanker geschossen“. Der Tanker und die Besatzung sind demnach in Sicherheit, die Behörden ermitteln.
Update, 13:00 Uhr: Eigentlich warteten alle auf einen neuen Verhandlungstermin im Iran-Konflikt. Nun nimmt Teheran die Öffnung der Straße von Hormus zurück. Der Iran macht die USA für die Kehrtwende verantwortlich, weil sie an der Seeblockade festgehalten haben. Naheliegend ist, dass Trump den Iran seinerseits mit Vorwürfen überzieht, wie er es im Laufe des Krieges immer wieder gemacht hat. Trump hat für heute (15.00 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt. Zwar soll es da eigentlich nicht um den Iran gehen, aber er könnte sich dort auch zur neuen Entwicklung in dem Konflikt äußern und dürfte auf jeden Fall danach gefragt werden.
Update, 11:45 Uhr: Nach nicht einmal 24 Stunden hat der Iran die Straße von Hormus wieder geschlossen. In einer Erklärung hieß es, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zugestimmt. Die USA hätten dagegen ihre Blockade fortgesetzt. Deshalb sei die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtige Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Daran ändere sich nichts, solange die USA die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.
Update, 10:25 Uhr: Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt.
News zum Iran-Krieg: Trump glaubt weiter an Deal
Update, 9:15 Uhr: Donald Trump rechnet in den nächsten Tagen mit einem Abkommen zwischen Iran und den USA. Die Gespräche liefen und würden über das Wochenende fortgesetzt, sagte er der Presse. Laut unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen. Ein konkreter Termin sei bislang nicht angesetzt, sagte ein ranghoher US-Beamter der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich drohte er aber, die aktuelle Waffenruhe in dem Konflikt zu beenden, sollte bis zu ihrem Ablauf am Mittwoch keine Einigung erzielt werden. Zudem kündigte Trump an, die US-Blockade iranischer Häfen aufrechtzuerhalten.
Update, 18. April, 6:05 Uhr: Eine Gruppe von rund 20 Handelsschiffen hat den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu passieren. Schiffsbewegungsdaten zufolge sind die meisten Schiffe, darunter Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker, wieder umgekehrt. Der Grund dafür ist zurzeit unklar. Zu der Gruppe gehören auch drei Containerschiffe der französischen Reederei CMA CGM. Sie lehnte eine Stellungnahme ab. Die Schiffe waren Teil des bisher größten Schiffskonvois Richtung Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Krieges.
Update, 21:02 Uhr: Eine Friedensvereinbarung mit dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump „sehr nah“. Es gebe bei den Gesprächen „überhaupt keine Knackpunkte“ mehr, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Wir sind sehr nah dran. Es sieht so aus, als ob es für alle sehr gut sein wird. Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu haben.“ Trump verwies unter anderem auf die vom Iran angekündigte Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. „Die Meerenge wird offen sein, sie ist schon offen“, sagte der Präsident. „Und die Dinge laufen sehr gut.“
Update, 16:28 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die Seeblockade gegen den Iran trotz der angekündigten Öffnung der Straße von Hormus aufrechterhalten. Auf Truth Social jubelte er zunächst in Versalien: „Der Iran hat gerade verkündet, dass die Straße des Irans [sic] vollständig geöffnet und bereit für die Durchfahrt ist. Danke!“ Dennoch bleibt die Blockade für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel in Kraft – so lange, bis die Verhandlungen mit Teheran abgeschlossen sind, machte Trump auf seiner Plattform deutlich.
Update, 16:01 Uhr: Der Ölpreis ist nach der Ankündigung des Irans, die Straße von Hormus für Handelsschiffe zu öffnen, um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Die Nordseesorte Brent fiel auf 89,11 Dollar pro Barrel, die US-Referenzsorte WTI verlor sogar 11,11 Prozent und sank auf 84,11 Dollar. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf X mitgeteilt: „Die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus ist für die verbleibende Zeit der Waffenruhe vollständig offen.“ Unklar blieb, ob er sich dabei auf die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel oder jene zwischen dem Iran und den USA bezog, laut AFP.
Update, 15:03 Uhr: Die Straße von Hormus wird nicht länger durch den Iran blockiert. Das gab Außenminister Abbas Araghtschi auf X bekannt. Der Politiker schrieb: „Im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon wird die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands auf der bereits von der Häfen- und Schifffahrtsorganisation der Islamischen Republik Iran angekündigten koordinierten Route für vollständig geöffnet erklärt.“ Ob auch die USA ihre Blockade pausieren, ist noch unklar.
Derweil warnt die Linkspartei vor einer deutschen Beteiligung an einer militärischen Absicherung der Straße von Hormus. „Es wäre Wahnsinn, die Bundeswehr jetzt in einen heißen Krieg zu schicken“, sagte Linken-Chef Jan van Aken am Freitag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Anstatt Minenräumboote und Seeaufklärer zu schicken, müsse sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) um diplomatische Initiativen bemühen.
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