Mehrere Tote in Pakistan

Eskalation nach Tod von Chamenei: Tote nach Protesten am US-Konsulat in Pakistan

Die Tötung Ajatollah Ali Chameneis durch US-Angriffe schlägt hohe Wellen – und das auch außerhalb des Irans. In Pakistan kam es zu gewaltsamen Protesten.

Die in der Nacht durch die US-Luftangriffe im Iran erfolgte Tötung des langjährigen religiösen iranischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei sorgt für enorme Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Nahen Osten. Welche überregionalen Auswirkungen von Chameneis Tod durch die USA ausgehen, zeigt sich aktuell auch in Irans Nachbarland Pakistan: In der Metropole Karatschi im Süden des Landes versuchten Demonstranten, das dortige US-Konsulat zu stürmen. Dabei kam es zu mehreren Todesfällen.

Fotomontage von Chamenei-Protesten im Iran und Demonstration in Pakistan

Nach Tötung Chameneis kam es in Pakistan zu einer gewalttätigen Demonstrationen mit mehreren Toten

Nach der Tötung von Irans religiösem Oberhaupt Chamenei sind bei Protesten am US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karatschi mehrere Demonstranten ums Leben gekommen, wie die Tagesschau und die Deutsche Welle am Sonntagvormittag (1. März) übereinstimmend berichteten. Bei den Protesten verloren nach aktuellem Stand neun Menschen ihr Leben, wie es unter Berufung auf Informationen aus dem Zivilkrankenhaus in Karatschi heißt. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.

Zudem wurden mehr als 25 Menschen bei den Zusammenstößen verletzt. Online kursieren Videoaufnahmen, die die Konfrontation zwischen Demonstranten und Einsatzkräften vor dem US-Konsulat in der südpakistanischen Metropole zeigen. Hunderte Demonstranten hatten Polizeiangaben zufolge versucht, das Gebäude zu stürmen. Die pakistanische Polizei setzte daraufhin Tränengas ein, um die Menschenmenge auseinander zu treiben. 

Landesweit Proteste nach Tötung von Chamenei in Pakistan

Ein Sprecher der Regierung bekräftigte der Tagesschau zufolge, dass es den Einsatzkräften in Karatschi durch ihre Maßnahmen gelungen sei, die wütende Menschenmenge zurückzudrängen und die Situation vor Ort final unter Kontrolle zu bringen. Augenzeugen berichteten von Schüssen, Videoaufnahmen zeigten brennende Fahrzeuge vor dem Haupttor des US-Konsulats in Karatschi.

Aber nicht nur in Karatschi, sondern auch in anderen Landesteilen Pakistans kam es am Sonntag, dem Tag nach der Tötung Chameneis, zu Protesten. Demonstranten setzten nach Angaben eines lokalen Regierungssprechers ein Bürogebäude der Vereinten Nationen in der nördlichen Stadt Skardu in Brand. Auch in der Millionenstadt Lahore versammelten sich Hunderte Demonstranten vor dem US-Konsulat, wobei es jedoch nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sei. In Pakistans Hauptstadt Islamabad sperrten Behörden angesichts möglicher Proteste alle Zufahrtsstraßen zur sogenannten Roten Zone: Bei ihr handelt es sich um einen gesicherten Bereich, in dem sich ausländische Botschaften und der Sitz der pakistanischen Regierung befinden. (Quellen: Tagesschau, Deutsche Welle) (fh)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Ameer Al-Mohammedawi und picture alliance/dpa/AP | Ali Raza

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