Trump vor Gericht
Der „Selfmade-Milliardär“ als Bittsteller: Diese Freunde halfen Trump aus
Donald Trump muss bei seinen vielen Gerichtsverfahren einiges an Geld aufwenden. Gut, dass er reiche Freunde hat.
New York – Am Montag hat der ehemalige US-Präsident und voraussichtliche Präsidentschaftskandidat Donald Trump die von ihm geforderten 175 Millionen Dollar (163 Millionen Euro) Sicherheitsleistung hinterlegt. Gegen ihn läuft ein Zivilverfahren wegen Geschäftsbetrugs. Geldgeberin ist die kalifornische Versicherung Knight Specialty Insurance.
Donald Trumps Freunde finanzieren seine Verfahren
In deren Vorstand sitzt der 80-jährige Unternehmer Don Hankey. Dieser hat sich mit Knight Specialty Insurance darauf spezialisiert, Geld an Autokäufer mit schlechter Kreditwürdigkeit zu verleihen. Forbes beziffert sein Vermögen auf 7,4 Milliarden Dollar. Trump hat schon öfter von Hankey profitiert: Der Unternehmer hat in der Vergangenheit in seinen Wahlkampf investiert. 2022 hat die mit Hankey verbundene Axos Bank Trump 100 Millionen Dollar geliehen, um die Hypothek des Trump Towers in New York zu refinanzieren. Hankey bestreitet, persönlich mit Trump bekannt zu sein.
Auch im Verleumdungsfall E. Jean Carroll eilte Trump ein Freund zu Hilfe. Die dort angefallene Kaution von 91,6 Millionen Dollar wird von der Versicherungsfirma Federal Insurance Company getragen, die zur Chubb Insurance Group gehört. Wie Forbes berichtete, arbeitete Chubbs CEO Evan Greenberg während Trumps Zeit als US-Präsident in dessen Beratergremium für Handelsfragen. Dem Sender CNBC gegenüber sagte Greenberg, das Unternehmen würde für niemanden Partei ergreifen: „Wir unterstützen nicht den Angeklagten. ... Wir unterstützen den Rechtsstaat und unsere Rolle darin. Wir denken, wir tun das Richtige und haben unsere persönlichen Gefühle beiseite gelassen“
Trump muss sich in mehreren Strafverfahren behaupten
Insgesamt sieht Trump sich mit 91 Anklagepunkten konfrontiert, in vier Strafverfahren steht er deshalb vor Gericht: In New York wegen gefälschter Geschäftsunterlagen auch im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, in Georgia wegen Wahlbetrugs sowie auf Bundesebene wegen des Sturms auf das Kapitol und wegen der Unterschlagung geheimer Dokumente. Hinzu kommt ein Verfahren gegen Trumps Firmengruppe aufgrund finanzieller Unregelmäßigkeiten, der Betrugsfall, für den Trump nun die Sicherheitsleistung hinterlegt hat und die Verleumdungsklage von Carroll.
Donald Trumps Skandale, Fehltritte und Eklats in der Übersicht




Dass der republikanische Präsidentschaftsanwärter nun seine Sicherheitsleistungen hinterlegt hat, bedeutet jedoch nicht, dass die Fälle für ihn damit vorbei sind. Sollte er beide Verfahren vor Gericht verlieren, wird eine Summe von 555,6 Millionen US-Dollar fällig – plus Zinsen und Prämien an die Versicherungsdienstleister. (ah)
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