Streit in den USA eskaliert
Donald Trump bezeichnet Studenten als „radikalisierte Unruhestifter“
Donald Trump forciert die Konfrontation mit Harvard. Der US-Präsident wählt heftige Worte gegen Studenten und kündigt massive Finanzeinschnitte an.
Washington - Seine Wortwahl bleibt drastisch. US-Präsident Donald Trump leistet sich eine regelrechte öffentliche Fehde mit der renommierten amerikanischen Harvard University, die er mit heftigen Sätzen öffentlich attackiert und angeht.
Streit mit Harvard University: Donald Trump wettert heftig gegen Studenten
Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social behauptete Trump, dass angeblich 31 Prozent der in Harvard Studierenden aus dem Ausland stammen. Diese Länder seien den USA gegenüber teils „überhaupt nicht freundlich gesinnt“, tragen „NICHTS zur Ausbildung ihrer Studierenden“ bei und würden das auch nicht beabsichtigen, meinte der 78-jährige Republikaner und schrieb: „Das hat uns niemand gesagt!“
Am Montagnachmittag (26. Mai) legte das polarisierende Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten nach und teilte harsch sowie verallgemeinert gegen die Studenten der Privatuniversität in Cambridge im Großraum Boston (Massachusetts) aus.
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Auf Social-Media-Plattform Truth Social: Donald Trump wählt in Posting derbe Wortwahl
„Ich überlege, drei Milliarden Dollar Fördergelder von der antisemitischen Harvard-Universität abzuziehen und sie an Berufsschulen im ganzen Land zu vergeben. Das wäre eine großartige Investition für die USA und so dringend nötig!“, schrieb Trump in einem Posting und meinte in einem weiteren kurz darauf drastisch: „Wir warten immer noch auf die Listen ausländischer Studenten aus Harvard, damit wir nach einer lächerlichen Ausgabe von MILLIARDEN VON DOLLAR feststellen können, wie viele radikalisierte Geisteskranke, allesamt Unruhestifter, nicht wieder in unser Land gelassen werden sollten.“
Harvard-Studenten hatten in den vergangenen Monaten wiederholt an Pro-Palästina-Demonstrationen teilgenommen. Medienberichten zufolge gibt es an US-Eliteuniversitäten teils heftigen Streit über den militärischen Einmarsch Israels in Gaza, den Begriff Palästina und den Nahostkonflikt allgemein. Wie etwa die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, würden sich Juden an den Universitäten über mutmaßlichen Antisemitismus und Muslime über angebliche Islamophobie beklagen.
Fehde zwischen Donald Trump und Harvard University: US-Präsident legt harsch nach
Trump wirft den Hochschulen vor, dass sie zu wenig gegen propalästinensische Proteste vorgehen würden. Die US-Regierung verbietet der Harvard-Universität unter Trump aktuell sogar die Aufnahme neuer Studenten aus dem Ausland. Die Elite-Uni hatte bei einem US-Gericht Klage dagegen eingereicht. Trump forderte Harvard erneut öffentlich auf, die von ihm so bezeichnete Liste ausländischer Studierender vorzulegen. Er spielte dabei auf den Gang der Hochschule vor Gericht an.
Trump meinte: „Harvard ist sehr langsam bei der Vorlage dieser Dokumente, und das wahrscheinlich aus gutem Grund! Das Beste daran ist, dass Harvard sich umgesehen und den absolut besten Richter (für sich!) gefunden hat – aber keine Angst, die Regierung wird am Ende GEWINNEN!“ (pm)
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