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Ukraine-Krieg aktuell: Warnung vor Provokation gegen Polen – „Entschlossenheit der NATO testen“

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der Nacht. Trauertag in Kiew nach Großangriff vom Vortag.

Update, 12:24 Uhr: Die USA sollen Warschau davor gewarnt haben, dass Moskau über eine bewaffnete Provokation gegen Polen nachdenkt, um „die Entschlossenheit der NATO zu testen“. Das berichteten The Telegraph und das Portal Onet. Demnach stammen die Informationen von Quellen aus dem Umfeld des polnischen Präsidenten. Demnach habe Washington darauf hingewiesen, Russland könne mit einer solchen Aktion versuchen, die NATO zu „testen“ und zugleich westliche Partner Kiews dazu zu bringen, ihre Unterstützung für die Ukraine auszusetzen. Der Telegraph schrieb, ein solches Vorgehen könne binnen weniger Monate erfolgen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Als mögliche Szenarien nannten Onet-Quellen demnach Drohnenangriffe auf kritische Infrastruktur wie Kraftwerke oder die Inszenierung eines massiven Luftangriffs, um Polen zur Aktivierung seiner Luftverteidigung zu zwingen. Als radikalstes Szenario wird demnach ein hybrider Angriff im Grenzgebiet genannt – möglicherweise unter Beteiligung belarussischer Soldaten. Russland könnte einen Zwischenfall etwa damit begründen, dass Truppen sich aufgrund gestörter GPS-Signale „verirrt“ hätten, oder eine angebliche „Rettungsmission“ nach einem Hubschrauber-Notfall konstruieren.

Update, 10:35 Uhr: Nach Berichten russischer Telegram-Kanäle haben ukrainische Streitkräfte in der Nacht zum 3. Juli die russische Stadt Belgorod angegriffen und dabei offenbar ein Werk für Energieanlagen getroffen. Wie die Kyiv Independent berichtet, sollen Fotos und Videos in den Sozialen Netzwerken Flammen zeigen, die aus dem Energomash-Werk in Belgorod aufsteigen. Das Unternehmen gilt als wichtiger Zulieferer in Russlands Energieversorgungskette und produziert unter anderem Ausrüstung für Kraftwerke sowie für den Öl- und Gassektor.

Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar; nach dem gemeldeten Angriff stiegen Rauchwolken über der Stadt auf. Auch das ukrainische Militär äußerte sich bislang nicht zu dem berichteten Angriff. Unklar blieb zudem, welche Waffen eingesetzt wurden; Kiew hat Angriffe auf russische Infrastruktur jedoch zuletzt häufig mit in der Ukraine hergestellten Drohnen durchgeführt.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland weitet Angriffe weiter aus

Update, 9:11 Uhr: Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum 3. Juli mit zwei luftgestützten Raketen vom Typ Ch-59/69 sowie 105 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr habe 83 Luftziele abgeschossen oder elektronisch außer Gefecht gesetzt, dennoch seien ein Flugkörper und 21 Drohnen an 16 Orten eingeschlagen. Demnach begann der Angriff am 2. Juli gegen 18:00 Uhr. Die beiden Ch-59/69-Raketen seien aus dem vorübergehend besetzten Teil der Oblast Saporischschja abgefeuert worden. Zudem habe Russland 105 Angriffsdrohnen der Typen Shahed (teils mit Strahlantrieb), Gerbera und Italmas sowie Parodiya-Attrappen eingesetzt.

Die Drohnen seien aus den russischen Städten Kursk, Orjol, Brjansk, Millerowo und Primorsko-Achtarsk sowie aus dem vorübergehend besetzten Donezk gestartet worden. An der Abwehr seien unter anderem Kampfflugzeuge, Flugabwehrraketeneinheiten, Mittel der elektronischen Kampfführung, Einheiten für unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt gewesen.

Update, 7:45 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1250 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 48 Marschflugkörper, 57 Artilleriesysteme und mehr als 2100 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.

  • Soldaten: 1.407.150 (+1250 zum Vortag)
  • Panzer: 12.073 (+4)
  • Artilleriesysteme: 45.225 (+57)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1912 (+2)
  • Luftabwehrsysteme: 1463 (+4)
  • Marschflugkörper: 4846 (+48)
  • Drohnen: 387.342 (+2152)

Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.

Kiew nach russischen Luftangriffen (Aufnahme vom 2. Juli)

Ukraine-Krieg: Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew auf 30 gestiegen

Update, 7:00 Uhr: Nach dem schweren ‌russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist ⁠die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, ​Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte ⁠in den Trümmern weiter nach Vermissten. Die Opferzahl könnte deshalb noch weiter steigen.

Ukraine-Krieg: Zwei Tote und acht Verletzte bei russischen Angriffen

Update, 3. Juli, 5:10 Uhr: Bei nächtlichen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. In der ​Grenzregion Sumy seien ⁠zwei Menschen gestorben und eine Person verletzt worden, als russische Drohnen ein Privathaus trafen, teilte ⁠der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, ​am frühen ⁠Morgen auf Telegram mit. ‌

Derweil wurden in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih bei einem Raketenangriff auf ​ein dicht bebautes Stadtgebiet sieben Menschen verletzt, ​wie der Leiter des städtischen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul, ⁠erklärte. In Kiew gilt unterdessen ein Trauertag, nachdem dort am Vortag ⁠bei dem in diesem Jahr ‌bislang schwersten russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt fast drei ⁠Dutzend Menschen ums Leben gekommen sind.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Werft in Dänemark unterstützt russische Eisbrecher für den Export von LNG

Update, 18:20 Uhr: Eine dänische Werft unterstützt Russlands LNG-Exporte trotz des Ukraine-Kriegs. Das berichtet der Kyiv Independent. Die dänische Fayard-Werft nahe Odense ist die einzige Werft in der EU, die weiterhin spezialisierte Arc7-Eisklasse-Tanker wartet, mit denen Russland Flüssiggas aus der Arktis exportiert.

Am 30. Juni nahm die Werft den LNG-Tanker Rudolf Samoylovich auf – das erste von bis zu sechs Schiffen, die Fayard noch vor dem EU-Importverbot für russisches LNG im Januar 2027 erwarten soll, berichtet die Nichtregierungsorganisation „Urgewald“. „Als einzige Werft in der EU, die weiterhin die spezialisierten Arc7-Eisklasse-LNG-Carrier wartet, hilft sie faktisch dabei, Russlands arktische LNG-Exporte aufrechtzuerhalten“, sagte Wladyslaw Wlasiuk, Berater des ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik, laut Urgewald.

Update, 17:39 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vergeltung für den massiven russischen Angriff auf Kiew mit mehr als 20 Toten angekündigt. „Wir sind für einen gerechten Frieden, eine gerechte Beendigung des Kriegs, und solange es das nicht gibt, für gerechte Reaktionen“, sagte er Journalisten an einem der Einschlagsorte in der Hauptstadt. 

Update, 16:51 Uhr: Ein russischer Drohnenangriff hat am Donnerstag ein Logistikzentrum in Saporischschja getroffen. Beschäftigte des betroffenen Unternehmens seien nicht verletzt worden, da sie sich zum Zeitpunkt des Einschlags in Schutzräumen aufgehalten hätten, berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Betreiber. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung löste der Angriff einen Brand aus, dessen Rauch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war.

Update, 15:52 Uhr: Die Zahl der Todesopfer nach dem russischen Großangriff auf Kiew ist auf 20 gestiegen, berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Kiewer Stadtmilitärverwaltung. Zuvor hatten die Behörden von 18 Toten gesprochen. Fast 90 Menschen wurden verletzt.

Update, 14:50 Uhr: Die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarína Mathernová, hat den russischen Großangriff auf Kiew als „Hölle“ beschrieben. „Russland hat die Hölle über Kiew entfesselt“, schrieb die Diplomatin auf Facebook. Große Teile der Stadt hätten gewirkt, als stünden sie in Flammen; viele Menschen hätten die Nacht in Schutzräumen verbracht.

Nach Mathernovás Angaben wurde auch ein Gebäude getroffen, in dem Diplomaten lebten. Sie blieben unverletzt, persönliche Gegenstände wurden jedoch durch ein Feuer beschädigt. „Jede Nacht in der Ukraine fühlt sich an wie russisches Roulette“, schrieb Mathernová weiter. Der Angriff habe mehr als zwölf Stunden gedauert; laut ukrainischen Angaben wurden in Kiew mindestens 17 Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Update, 13:33 Uhr: Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, „die erschütternden Bilder der Zerstörung aus der letzten Nacht“ zeigten „einmal mehr: Russland setzt seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Brutalität fort“. Kreml-Chef Putin zeige „keinerlei Verhandlungsbereitschaft“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums weiter. „Er setzt weiter auf Raketen- und Drohnenterror gegen die Bevölkerung, während Russland an der Front enorme Verluste bei seiner Aggression gegen die Ukraine erleidet.“

Update, 12:07 Uhr: Nach dem massiven russischen Angriff auf Kiew will Russland nach eigenen Angaben den Druck auf die Ukraine noch verstärken. „Russland wird den Druck auf das Regime in Kiew weiter erhöhen, um seine gesetzten Ziele zu erreichen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor der Presse auf eine Frage der Nachrichtenagentur AFP zu möglichen neuen Sanktionen der EU. Bei den nächtlichen russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Kiew starben nach jüngsten Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes mindestens 17 Menschen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj betont Bedeutung von Patriot-Lieferungen

Update, 11:18 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew mehr Unterstützung der Verbündeten bei der Luftverteidigung gefordert. Die Ukraine setze dabei auch auf eine Entscheidung der USA zu Lizenzen für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen, schrieb der ukrainische Präsident auf Facebook. „Lieferungen zur Luftverteidigung für die Ukraine haben absolute und entscheidende Priorität“, erklärte Selenskyj. Die Ukraine zähle „sehr stark“ auf eine Entscheidung der USA zu Patriot-Lizenzen und anderen Formen der Zusammenarbeit. „Das sind die Schritte, die diesen Krieg stoppen und Angriffe wie diesen verhindern können“, schrieb er.

Ukraine-Krieg: EU-Außenbeauftragte will neue Sanktionen gegen Russland

Update, 10:12 Uhr: Angesichts der jüngsten russischen Angriffe auf Kiew hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. „Je mehr Moskau Zivilisten angreift, desto mehr Sanktionen müssen verhängt werden“, erklärte Kallas am Donnerstag in Onlinediensten. Sie werde vorschlagen, „weitere Einrichtungen zu sanktionieren, die Russlands militärisch-industriellen Komplex unterstützen“.

„Worte der Verurteilung allein werden die Angriffe auf Kiew nicht stoppen“, argumentierte die Außenbeauftragte. Dies könnten „nur anhaltende militärische Unterstützung für die Ukraine und wachsender Druck auf Moskau“ erreichen.

Update vom 2. Juli, 8:52 Uhr: Die Ukraine hat eine Raffinerie in der Wolgaregion Nischni Nowgorod angegriffen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets, Gleb Nikitin, indirekt, als er bei Telegram von „unbedeutenden Schäden an einem Industrieobjekt und an mehreren Wohnhäusern“ durch herabfallende Drohnentrümmer schrieb. Seinen Angaben nach ist durch den Angriff ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere wurden verletzt.

In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen einen Brand, der von der Ölraffinerie in Kstowo, einer Stadt etwa 30 Kilometer südöstlich von Nischni Nowgorod, stammen soll. Die zum Ölkonzern Lukoil gehörende Verarbeitungsanlage ist eine der größten in Russland. 

Ukraine-Krieg: Zahlreiche Tote und Verletzte nach schwerem Angriff auf Kiew

Erstmeldung vom 2. Juli: Kiew – Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit einer schweren Welle von Drohnen und Raketen angegriffen. Es handelt sich um den schwersten russischen Schlag gegen das Land seit Mitte Juni, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Am Morgen nach der verheerenden Nacht wurden das ganze Ausmaß und die steigenden Opferzahlen deutlich.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stieg die Zahl der Todesopfer in Kiew zunächst auf mindestens zehn an, nachdem weitere Leichen aus den Trümmern geborgen wurden. Nach jüngsten Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sind jedoch mindestens 13 Menschen getötet worden. Zudem sind laut dpa mindestens 56 Menschen verletzt worden, unter ihnen auch zwei Kinder.

Hauptziel der Angriffe, bei denen auch Marschflugkörper eingesetzt wurden, war Kiew; Rettungshelfer suchten am Morgen weiter nach Opfern unter den zerstörten Wohnhäusern. Ein Angriff brachte laut Reuters die ersten sechs Stockwerke eines großen Wohnhauses zum Einsturz; unter den Verletzten befänden sich auch Rettungskräfte.

Ukraine-Krieg aktuell: Schwere Explosionen in Kiew

Nach Angaben der Kiewer Militärverwaltung, auf die sich Reuters bezieht, wurden im gesamten Stadtgebiet rund drei Dutzend Orte beschädigt, darunter ein Hotel im Stadtzentrum, in dem ein Brand ausbrach. Ein Augenzeuge von Reuters berichtete zudem von mehreren schweren Explosionen.

Ukraine-Krieg: Moskau über Vergeltung für Treffer in Russland

Das russische Verteidigungsministerium begründete den massiven Angriff auf Telegram als Vergeltungsmaßnahme. Laut Reuters erklärte Moskau, die Ukraine habe zuvor ihre Angriffe auf Ziele tief in Russland verstärkt und vor allem die Energie-Infrastruktur ins Visier genommen. Dies habe zu Treibstoffengpässen beim drittgrößten Ölproduzenten der Welt geführt und Moskau zu Benzinimporten aus Indien gezwungen.

Bei dem aktuellen Schlag seien laut dem von Reuters zitierten russischen Ministerium Militär- und Energieanlagen im Raum Kiew sowie Militärflughäfen in den Regionen Poltawa und Dnipropetrowsk mit Präzisionswaffen getroffen worden.

Rubriklistenbild: © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

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