Fotostrecke zur Wahl
Linke wollen das Rote Rathaus erobern – Bilder zur Berlin-Wahl 2026

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Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus – zum 20. Mal in der Geschichte des Landes. Insgesamt dürfen bei der Berlin-Wahl 2026 knapp 2,49 Millionen Menschen abstimmen – so viele wie seit 1990 nicht mehr. Erstmals dürfen auch 16-Jährige abstimmen. Wer aber zieht ins Rote Rathaus ein?
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Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt dreht sich auch in Berlin fast alles um die rechte Partei. Auch hier gingen sofort Tausende auf die Straße.
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Zu der kurzfristig organisierten Kundgebung vor dem Brandenburger Tor hatten hatten die Kampagnen-Organisation Campact und die Klimaschutzbewegung Fridays for Future aufgerufen.
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„Alle zusammen gegen den Faschismus!“, riefen die Menschen. Auch auf ihren Transparenten wurden sie deutlich: „AfD + BSW Demokratie adé“ oder „Faschismus ist keine Alternative“ stand dort ebenso geschrieben wie etwa „Dumm Dümmer NSDAfD“ und „AfD Nazis stoppen! Schluss mit Rassismus und Sozialabbau“.
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Elif Eralp könnte die erste Regierende Bürgermeisterin der Linken werden und die erste mit Migrationsgeschichte. Die Spitzenkandidatin wurde in München geboren und wuchs in Dortmund und Hamburg auf. Ihre Eltern waren als Sozialisten und Gewerkschafter aus der Türkei geflohen.
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Die Juristin war von 2018 bis 2023 Mitglied im Linke-Landesvorstand. Seit 2021 gehört sie dem Abgeordnetenhaus an und ist dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
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„Das Rote Rathaus muss endlich wirklich rot werden“, fordert sie. „Wenn ein Linker in New York gewinnen kann, dann genauso gut in Berlin“, kommentierte Eralp (hier neben Schriftsteller Wladimir Kaminer) den Erfolg des linken Demokraten Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in der US-Metropole. Sie kündigte an, ihre Partei werde im September das beste Ergebnis holen, das sie in Berlin je eingefahren hat.
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Im Wahlkampf setzt Eralp (vorn) auf markige Worte. „Berlin kann zum Zentrum des Widerstands gegen den sozialen Kahlschlag und gegen den Rechtsruck werden“, sagt sie. Oder: „Wir sind bereit, uns mit den Immobilienkonzernen anzulegen.“ Eralp will „jeden verdammten Hebel umlegen“, um Berlin bezahlbar für alle zu machen. Große Wohnungsunternehmen will sie enteignen und einen Mietendeckel für landeseigenen Wohnungen. Eralp ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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Stefan Evers hatte wohl nie gedacht, dass er als CDU-Spitzenkandidat in die Wahl ziehen würde. Der Finanzsenator stieg erst Mitte Juli in die Bütt, als der Regierende Bürgermeister Kai Wegner wegen falscher Angaben zu seinem Krisenmanagement beim Stromausfall im Januar seine erneute Kandidatur aufgab.
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Als Notnagel will Evers (rechts, mit Franziska Giffey und Karsten Wildberger) nicht fungieren, setzt sich langsam von Wegner ab und eigene Akzente, die polarisieren. So forderte er, Asylbewerber zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten, und stellte das kostenlose Schulmittagessen für alle in der 1. bis 6. Klasse infrage. Er wirbt mit dem Spruch „Freiheit statt Islamismus“ und positioniert sich betont als Konservativer.
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VonChristian Störschließen
Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Mehrere Parteien kämpfen um den Sieg. Impressionen aus dem Wahlkampf.
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