Vatertag könnte ins Wasser fallen
Wetterumschwung trifft NRW mit voller Wucht – Experte: „Kann sogar Schnee geben“
Eine Kaltfront bringt kühle, feuchte Atlantikluft nach NRW. Die Höchstwerte bleiben knapp zweistellig, dazu ziehen Schauer durch. Mancherorts kann sogar Schnee fallen.
Ein Wetterumschwung rund um die sogenannten Eisheiligen erfasst Nordrhein-Westfalen: Eine Kaltfront zieht durch das Land und hinterlässt kühle, feuchte Atlantikluft, die in den kommenden Tagen das Wetter bestimmt. Die Temperaturen purzeln spürbar nach unten. „Die Temperaturen liegen derzeit unter dem Durchschnitt. Für NRW sind Höchstwerte knapp im zweistelligen Bereich zu erwarten – das ist der Tiefpunkt dieser Wetterlage“, sagt David Bötzel, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD), im Gespräch mit wa.de.
Der Montag, 11. Mai, präsentiert sich trüb und unbeständig. Während im Südosten des Landes zunächst noch Regen fällt, lockert es von Nordwesten her allmählich auf – allerdings nur kurz, denn am Nachmittag ziehen erste Schauer durch. Dazu bläst der Wind teils kräftig aus Nordwest, in Böen sind bis zu 55 km/h drin. Das Thermometer schafft es auf 8 bis 13 Grad, im Bergland bleibt es mit rund 5 Grad deutlich frischer. Das geht aus der entsprechenden DWD-Wetterprognose hervor.
Schauer und Gewitter bleiben – Vatertag könnte ins Wasser fallen
Wer im Sauerland unterwegs ist, sollte in der Nacht zum Dienstag besonders vorsichtig sein: In den Hochlagen kann Schnee fallen, stellenweise wird es glatt – und der Frost knabbert mit bis zu -2 Grad an den Temperaturen. Im Hochsauerland sind lokal 1 bis 3 cm Neuschnee möglich. Wetterexperte Bötzel bestätigt: „Auf dem Kahlen Asten kann es sogar Schnee geben – nicht viel, aber in der Nacht werden dort wohl ein paar Flocken fallen.“ Der Dienstag selbst bringt dann erneut ein unruhiges Wettergemisch aus Wolken, Schauern und vereinzelten Gewittern – besonders zwischen Ostwestfalen und dem Sauerland. Mehr als 10 bis 14 Grad sind nicht drin.
„Im Laufe der Woche steigen die Temperaturen in der Fläche auf 10 bis 14 Grad – und das bleibt zunächst so bis Freitag“, erklärt Bötzel. Eine Wetterberuhigung ist vorerst nicht in Sicht: Schauer und Gewitter begleiten NRW durch die gesamte Wochenmitte. Am Mittwoch immerhin bis zu 17 Grad, am Donnerstag dreht der Wind wieder auf kühlere Werte zwischen 11 und 14 Grad zurück. „Es bleibt sehr wechselhaft mit Schauern und Gewittern“, fasst der DWD-Experte zusammen. Der Vatertag in NRW könnte also ins Wasser fallen.
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Licht am Ende des Thermometers zeigt sich zum Wochenende. „Richtung Wochenende, vor allem am Sonntag, stellen sich wieder trockenere Phasen ein, auch die Sonne zeigt sich. Die Niederschlagsmengen lassen spürbar nach“, sagt Bötzel. Mit 17 bis 18 Grad wird es merklich wärmer – und wer auf den Sommer hofft: Anfang nächster Woche könnte die 20-Grad-Marke fallen. „Allerdings steht kein stabiles Hochdruckgebiet ins Haus, es bleibt wechselhaft“, dämpft der Meteorologe allzu große Erwartungen.
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