Nur ein halbes Happy End

Küken verirren sich auf Autobahn in NRW: „Eine gefährliche Situation“

Die Autobahnpolizei wurde zu einem tierischen Einsatz gerufen. Eine Entenfamilie hatte sich auf der A40 verirrt. Es gab nur ein halbes Happy End.

Bochum – Eine Entenfamilie hatte sich für ihren Morgenspaziergang am Freitag, 9. Mai, eine gefährliche Strecke ausgesucht. Das Ergebnis: Ein tierischer Einsatz auf der Autobahn 40 bei Bochum.

Polizei im tierischen Einsatz auf der A40

Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten gegen 10.25 Uhr, dass sich sechs Küken und ihre Mutter zwischen den Anschlussstellen Bochum-Werne und dem Kreuz Bochum in Richtung Essen auf der Fahrbahn befanden. Aufgrund der umliegenden Bebauung war es den Tieren nicht möglich, die Autobahn zu verlassen, so die Polizei in einer Mitteilung.

Noch mal gut gegangen! Die Polizeibeamten konnten die Entenküken noch rechtzeitig von der A40 retten.

„Eine gefährliche Situation“ – sowohl für die Enten als auch für die Autofahrer. Niemand möchte riskieren, die flauschigen Küken zu überfahren, was zu abrupten Brems- und Ausweichmanövern hätte führen können. Solche Manöver bergen das Risiko von Unfällen, so die Beamten.

Entenmutter flieht vor der Polizei

Die Autobahnpolizei reagierte schnell und war rasch vor Ort, um die Gefahr zu beseitigen. Während die Küken problemlos eingefangen werden konnten, entschied sich die Entenmutter beim Anblick der Beamten zur Flucht und flog davon. Eine Rückkehr auf die gefährliche Autobahn schien unwahrscheinlich.

Die Autobahnpolizei hat am Freitag, 16. Mai, mehrere Entenküken von der A40 gerettet.

Da die Küken noch zu jung waren, um allein in der Natur zu überleben, kam ein Aussetzen in der Nähe nicht in Frage. Nach einigen Telefonaten fand die Einsatzleitstelle jedoch schnell eine Lösung: Die Wildvogelstation in Hattingen nahm die kleinen Enten auf und wird sie aufziehen, bis sie ausgewildert werden können, so die Polizei Dortmund.

Dieser ungewöhnliche Einsatz der Autobahnpolizei endete schließlich mit der beruhigenden Meldung an die Leitstelle: „Ente gut, alles gut“.

Einen tierischen Großeinsatz hatte die Autobahnpolizei im Februar auf der A2. Dort war ein mit lebenden Schweinen beladener Transporter umgekippt. Einige Tiere waren in ein angrenzendes Waldstück geflohen.

Rubriklistenbild: © Polizei Dortmund

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