Besonderes Gefieder
„Schönste Ente der Welt“ mittlerweile in NRW heimisch – wer sie entdeckt, hat Glück
In NRW ist auch die „schönste Ente der Welt“ heimisch. Einst als Zierenten eingeführt, brüten sie nun selbstständig. Wo man sie womöglich sehen kann.
Sie ist wohl die farbenprächtigste Ente, die man in NRW beobachten kann – und doch ist sie keine einheimische Art: die Mandarinente. Immer mehr dieser faszinierenden Vögel haben sich an Teichen, Seen und Flüssen in Nordrhein-Westfalen dauerhaft etabliert. Bereits vor etwa 300 Jahren wurde die Entenart nach Europa eingeführt.
Die Mandarinente (Aix galericulata) stammt nämlich ursprünglich aus Südostsibirien, der Mandschurei, Sachalin und Japan. Ihr Aussehen ist unverwechselbar: Der Erpel trägt ein leuchtendes Gefieder in Rot, Orange, Blau, Grün und Beige, ergänzt durch kräftige schwarz-weiße Streifen, einen kastanienbraunen „Backenbart“, einen lackroten Schnabel und die namensgebenden orangegelben Flügelsegel. Das Weibchen hingegen zeigt sich im schlichten Graubraun – dafür mit charakteristischer weißer Brille ums Auge. Laut Petbook wird die Mandarinente häufig als „die schönste Ente der Welt“ bezeichnet.
Besondere Ente ist auch in NRW ansässig – sie gilt als „schönste Ente der Welt“
„Aufgrund ihres außergewöhnlich farbenprächtigen Aussehens wurde sie bereits vor Jahrhunderten als Ziervogel nach Europa gebracht. Entflohene oder ausgesetzte Tiere konnten sich hier etablieren“, heißt es weiter in dem Beitrag zur Mandarinente. Doch wo lässt sich das ausgefallene Tier am besten beobachten?
Mandarinenten sollen sich vor allem in Parks, Auwäldern und an ruhigen, strukturreichen Gewässern aufhalten. Sie sind Allesfresser, bevorzugen jedoch tierische Nahrung. „Auf ihrem Speiseplan stehen Wasserpflanzen, Samen und Gräser ebenso wie Insekten, Larven, Schnecken, Würmer, Fischlaich und kleine Fische“, schreibt Petbook. „Gut beobachten kann man die Mandarinente vermutlich weiterhin u. a. im Rombergpark in Dortmund“, erklärt Biologin und Pressesprecherin des NABU NRW, Birgit Königs. Eine große Population an Mandarinenten komme zudem jedes Jahr zur Mauser nach Herne, um an ruhigen Plätzen die flugunfähige Zeit zu verbringen.
Laut Königs hat sich die Art, zurückgehend auf ursprüngliche Haltungsvögel, in meist sehr geringer Dichte über das ganze Land verteilt. „Schwerpunkte der Verbreitung sind das Ruhrgebiet und das Schwalm-Nette-Gebiet im Kreis Viersen, wo jeweils etwa ein Drittel des Brutbestands lebt. In diesen beiden Regionen kann man von selbst erhaltenden Beständen ausgehen, während es sich in den restlichen Landesteilen um meist unbeständige Vorkommen handelt“, erklärt Königs. Die Mandarinente sei im Bestand in NRW nicht gefährdet, wohl aber in ihrer ursprünglichen Heimat.
Übrigens: Eine Entenfamilie lebt in einem NRW-Studio einer ZDF-Sendung. Zuschauer können die Tiere bei regelmäßigem Einschalten entdecken.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Philippe Ruiz




