Übung in Paderborn-Senne
Militär-Manöver mitten in NRW erfordert besondere Regeln für Autofahrer
Im September wird es eine massive Militärpräsenz auf Autobahnen und Bundesstraßen geben. Es findet ein großes Manöver in NRW statt. Für Autofahrer gelten bestimmte Regeln.
Hamm – Im September wird das Militär auf den Autobahnen und Straßen von Nordrhein-Westfalen sehr präsent sein. Der Grund ist ein großes Manöver britischer Streitkräfte auf dem Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn. An insgesamt zehn Tagen müssen sich Autofahrer darauf einstellen, dass ihnen große Militärkonvois begegnen. Sie sollten dringend bestimmte Regeln beachten.
Großes Militär-Manöver in NRW: Für Autofahrer gelten jetzt besondere Regeln
Die Bewegungen rund um das Manöver in Ostwestfalen sind massiv. Vom 3. bis zum 6. September und noch einmal vom 14. bis zum 18. des Monats rollen täglich rund 70 Fahrzeuge auf den Autobahnen und Bundesstraßen in Niedersachsen und NRW, wie die britischen Streitkräfte in Deutschland mitteilen.
Nach der Ankunft aus Großbritannien soll es vom Hafen in Emden an der niedersächsischen Nordseeküste zur Normandy-Kaserne am nördlichen Rand von Paderborn gehen. Die Konvois teilen sich für die mehr als 300 Kilometer lange Strecke über Autobahnen und Bundesstraßen in mehrere, zeitversetzt fahrende Gruppen auf.
Genaue Details zur Route werden aus Gründen der militärischen Sicherheit nicht bekanntgegeben. Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest phasenweise auch die A33 und womöglich auch die A2 betroffen sein werden. Erst Anfang des Jahres gab es in Sennelager mit „Steadfast Defender“ eines der größten Manöver, die die Nato je erlebt hat. Menschen in NRW mussten sich im Februar zudem auf militärischen Fluglärm einstellen.
Übung in Paderborn: Militär-Fahrzeuge auf NRW-Straßen und Autobahnen
Die massive Präsenz von schweren Militär-Fahrzeugen wird bei einigen Verkehrsteilnehmern für große Unsicherheit sorgen. Die Fahrzeugkolonnen werden bis zu einem Kilometer lang und relativ langsam unterwegs sein. „Aufgrund des stärkeren militärischen Verkehrsaufkommens auf den Hauptverbindungsstraßen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden Verkehrsteilnehmende um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten“, heißt es in einer Mitteilung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr.
Autofahrer sollten folgende Regeln kennen und beachten:
- Kolonnenvorrecht: Fährt das Führungsfahrzeug voraus, dürfen alle dem Konvoi zugehörigen Fahrzeuge nachfahren, auch wenn die Ampel für sie rot zeigt. Andere Verkehrsteilnehmer müssen dann warten.
- Überholen: Eine Kolonne darf nur geschlossen überholt werden. Ein Einscheren zwischen den Fahrzeugen, beispielsweise beim Überholen oder auch in einem Kreisverkehr, ist untersagt. Eine Ausnahme gilt beim Auffahren auf mehrspurige Schnellstraßen und Autobahnen. Hier dürfen sich zivile Autofahrer kurzzeitig zwischen die Kolonnenfahrzeuge einordnen. Danach sollten sie aber versuchen, den Konvoi so schnell wie möglich wieder zu verlassen.
Apropos: Kennen Sie die 20-Sekunden-Regel, die in Deutschland auf Autobahnen gilt? Das sollten Sie, denn sie erspart einiges an Stress.
Rubriklistenbild: © Detlef Schachel/Bundeswehr
