Die Etappen im Überblick

Hermannshöhen Fernwanderweg: Eine Wanderung durch Natur und Historie

Vom Münsterland über den Teutoburger Wald bis ins Sauerland – die Mehrtagestour Hermannshöhen verbindet Hermannsweg und Eggeweg in NRW zu einer aussichtsreichen Weitwanderung.

Er gilt als einer der schönsten Höhenwege in Deutschland und ist ein „Top Trail of Germany“: Der Weitwanderweg Hermannshöhen in Nordrhein-Westfalen. Historische Städte, Schlösser und Felsformationen gibt es hier im Teutoburger Wald und Eggegebirge zu erleben. Von Rheine im Münsterland folgt der Weg Gebirgskämmen, auf denen schon Germanen wanderten, bis ins Sauerland. Beeindruckende Naturwunder wie die Externsteine und geschichtsträchtige Orte wie das Hermannsdenkmal liegen entlang der Mehrtagestour, für die man rund zwei Wochen einplanen sollte. Wer einen Urlaub in Deutschland plant, kann sich von diesen schönen Wanderwegen inspirieren lassen.

StartRheine
ZielMarsberg
Strecke226 Kilometer
Höhenmeterca. 4000 hm
Dauer13 Etappen

Der Weitwanderweg Hermannshöhen

Das Hermannsdenkmal zeigt den Namenspatron des Weitwanderwegs.

Zwei traditionsreiche Wanderwege, zwei Mittelgebirge und zwei Naturparks: Alle miteinander verbunden, sind sie durch den Fernwanderweg Hermannshöhen. Im Jahr 2004 entstand dieser aus dem Zusammenschluss von Hermannsweg (156 Kilometer) sowie Eggeweg (70 Kilometer) und gilt seitdem als einer der schönsten Höhenwege in Deutschland. Im Münsterland beginnend durchstreift er den Naturpark TERRA.vita sowie den Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge bis zum Sauerland. Die Gebirgskämme des Teutoburger Walds sowie Eggegebirges schenken Ausblicke auf weitläufige Landschaften und geschichtsträchtige Orte. Man kommt an beeindruckenden Felsformationen wie den Externsteinen vorbei und natürlich auch an der Statue des Namenspatrons Arminus beziehungsweise Hermann dem Cherusker.

Fit fürs Wandern – der 12-Wochen-Trainingsplan

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Mit einer Höhe von 53,5 Metern ist das Hermannsdenkmal die größte Statue in Deutschland. Ein Infozentrum vor Ort gibt Einblicke in ihre Geschichte und des dargestellten Fürsten, der im Jahre 9 n.Chr. drei römische Legionen besiegte. Auf den traditionsreichen Wegen wandelten schon die Germanen und so wartet der Fernwanderweg mit noch mehr Historie auf, wie der mittelalterlichen Burg Ravenstein, dem unterirdischen Gangsystem der Sparrenburg sowie dem Schloss Iburg aus dem 11. Jahrhundert.

Weitwanderweg Hermannshöhen: Vorbei an Klippen, Canyon und Naturdenkmälern

Die Externsteine sind eine imposante Felsformation.

Aber auch Naturerlebnisse kommen nicht zu kurz: Wanderer erleben das Naturdenkmal Externsteine, die beeindruckenden Dörenther Klippen und den türkisblauen Lengericher Canyon, wie 24RHEIN berichtet. Wer genügend Zeit hat, sollte an den Natur- und Kulturhighlights verweilen und die Geschichte der Orte auf sich wirken lassen. Sportliche Menschen können die Hermannshöhen aber auch in zehn Tagen schaffen. In NRW gibt es viele schöne Orte, die sich für einen Ausflug im Frühling anbieten. Die besten Tipps gibt es hier als kostenlos PDF zum herunterladen.

Bahn- und Busverbindungen sowie 60 Zuwege ermöglichen eine große Auswahl an Unterkünften. Man kann auch nur an einem Ort übernachten, zum Beispiel in Bad Driburg, und die Etappen mit dem ÖPNV anfahren. Die beste Wanderzeit für die Hermannshöhen ist von April bis Oktober. GPS-Daten zu den Hermannshöhen gibt es auf der Webseite des Fernwanderwegs.

Die Etappen der Hermannshöhen

1. Etappe: Rheine - Hörstel

Im flachen Münsterland beginnt der Weitwanderweg durch die malerischen Emsauen und eine bewaldete Dünenlandschaft. Hier kann man die Düfte von Magerwiesen, Heideflächen und Wäldern genießen .Länge: 19 km; Dauer: 5 Stunden; Schwierigkeit: leicht

2. Etappe: Hörstel - Tecklenburg

Der Teutoburger Wald beginnt und damit wird es bergiger. Es geht hoch zu den Dörenther Klippen, einer skurrilen Felsformation, und auf dem Kammweg weiter durch den Wald. Länge: 20 km; Dauer: 6 Stunden; Schwierigkeit: mittel

3. Etappe: Tecklenburg - Bad Iburg

Vom historischen Tecklenburg führt der naturbelassene Kamm zum Lengericher Canyon. Von Aussichtspunkten blickt man hinunter auf das türkisblaue Wasser und das Münsterland. Der Wandertag endet mit einem Besuch des Schlosses Iburg. Länge: 21 km; Dauer: 5:45 Stunden; Schwierigkeit: mittel

4. Etappe: Bad Iburg - Dissen

Nach dem Baumwipfelpfad in Bad Iburg geht es weiter an den teils steilen Abhängen des Teutoburger Waldes entlang. Aussichtspunkte wie der Turm auf der Steinegge bescheren Ausblicke auf das Mittelgebirge .Länge: 16,3 km; Dauer: 5:30 Stunden; Schwierigkeit: mittel

5. Etappe: Dissen - Halle (Westfalen)

Aussichtsreich geht es weiter mit dem Luisenturm und der Burg Ravensberg. Über den Barenberg (269 m) und die Große Egge (312 m) erreicht man das Fachwerkstädtchen Halle in Westfalen. Länge: 19 km; Dauer: 4:45 Stunden; Schwierigkeit: mittel

6. Etappe: Halle - Bielefeld

Der Kammweg des Teutoburger Waldes führt auf den Spuren der Grafen von Ravensburg zu fantastischen Ausblicken und der mittelalterlichen Sparrenburg in Bielefeld. Hier kann man Führungen mitmachen und den Turm besteigen. Länge: 16,5 km; Dauer: 4:45 Stunden; Schwierigkeit: mittel

7. Etappe: Bielefeld - Oerlinghausen

Nach der Bielefelder Promenade geht es auf dieser Etappe größtenteils durch Wald. In Oerlinghausen können die Alexanderkirche und ein Freilichtmuseum besichtigt werden .Länge: 14,7 km; Dauer: 3:15 Stunden; Schwierigkeit: mittel

8. Etappe: Oerlinghausen - Hermannsdenkmal

Durch dichten Wald führt der Kammweg zu den Rethlager Quellen, dem Donoper Teich sowie dem Moor Hiddeser Bent. Ziel ist das Hermannsdenkmal auf der 356 m hohen Grotenburg in Hiddesen .Länge: 18 km; Dauer: 5 Stunden; Schwierigkeit: mittel

9. Etappe: Hermannsdenkmal - Leopoldstal

Der Kamm des Teutoburger Walds wird breiter und schließt sich an das Eggegebirge an. Auf halber Strecke passiert man die markanten Externsteine. Durch das Silberbachtal führt der Weg auf den Berg Lippische Velmerstot (441 m), von dessen kargem Gipfel der Blick über beide Gebirge bis zum Sauerland reicht. Länge: 19 km; Dauer: 6 Stunden; Schwierigkeit: schwer

10. Etappe: Leopoldstal - Bad Driburg

Nun geht es weiter auf dem Eggeweg. Naturpfade führen durch stille Wälder und zu Steilkanten des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge. Hier leben seltene Tiere wie Wildkatzen, Schwarzstörche und Haselhühner. Länge: 14,4 km; Dauer: 5 Stunden; Schwierigkeit: mittel

11. Etappe: Bad Driburg - Wildebadessen

Von der Ruine Iburg führt der Weitwanderweg durch entspannende Wälder, die zum Teil gerade aufgeforstet werden. In Neuenheerse kann man einen Abstecher zu Wasserschloss und Stiftskirche unternehmen, in Willebadessen zum ehemaligen Benediktinerinnenkloster .Länge: 16 km; Dauer: 6 Stunden; Schwierigkeit: mittel

12. Etappe: Willebadessen - Blankenrode

Auf dem Eggeweg geht es zu den Sandsteinfelsen der Teutonia Klippen und auf den Berg Nadel (413 m). Mit etwas Glück sieht man im Naturschutzgebiet Schwarzbachtal einen Schwarzstorch. Kurz vor Blankenrode passiert man die mittelalterliche Stadtwüstung, eine Grenzfestung. Länge: 19,4 km; Dauer: 6:30 Stunden; Schwierigkeit: mittel

13. Etappe: Blankenrode - Obermarsberg

Auf dem Weg ins Sauerland gibt es noch einmal Ausblicke und landschaftliche Besonderheiten zu entdecken. Der Weg führt zunächst zu den Blankenroder Bleikuhlen, wo früher Blei und Zink abgebaut wurden und heute das Westfälische Galmeiveilchen blüht. Auf dem Bergplateau von Obermarsberg endet der Fernwanderweg Hermannshöhen .Länge: 14 km; Dauer: 4:15 Stunden; Schwierigkeit: mittel

An- und Abreise von den Hermannshöhen

Rheine ist gut an die großen Städte in Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Der RE7 fährt über Unna, Wuppertal und Köln nach Krefeld. Die Anreise von Köln dauert so circa 2,5 Stunden. Von Osnabrück und Bielefeld kommt die Wiehengebirgs-Bahn RB61. Die RB65 fährt als Ems-Bahn nach Münster, genauso wie der RE15.

Weitere „Top Trails of Germany“

► Durch eine der reizvollsten Landschaften Europas führt der Heidschnuckenweg. 

► Faszinierende Felsen und Schluchten bietet der Malerweg in der Sächsischen Schweiz.

► Entlang des Weserberglandwegs Fachwerkhäuser, Burgen und mehr entdecken

Außerdem gibt es IC-Verbindungen nach Berlin, Amsterdam und an die Nordsee. In Marsberg verkehren nur die Züge RE17 und RE57 zwischen Hagen und Warburg. Nach Köln benötigt man so gute vier Stunden.

Hinweis: Informieren Sie sich vor einer Wanderung über den Schwierigkeitsgrad, aktuelle Bedingungen, das Wetter und die Anforderungen. Bei Ausflugszielen sollten vorab Öffnungszeiten und weitere wichtige Hinweise geprüft werden. (vasn)

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Günter Gräfenhain/Imago

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