Ausflug nach Holland

In wenigen Stunden fast ans Meer: Zwischen Fähre und Leuchtturm in Urk am IJsselmeer

Urk an der Ijsselmeerküste war einst eine Insel. Der Ort ist heute ein schöner Ort für einen Ausflug. In unserer Serie stellen wir 10 Ausflüge in der Niederlande vor – hier ist Teil 1.

Als größter See der Niederlande, der im Norden nur von einem schmalen Streifen künstlich angelegtem Land vom Meer getrennt ist, ist das IJsselmeer ein echtes Kuriosum. Es bietet dank Wind und Weite perfekte Bedingungen zum Segeln und Surfen, Möwen ziehen laut kreischend ihre Runden über die Deiche und alten Fischerdörfer. Selbst Badestrände finden sich an vielen Uferabschnitten des Gewässers, das zwar wie ein Meer heißt und sich auch nach einem anfühlt – sein Wasser ist aber keine hundert Jahre nach seiner Trennung von der Nordsee zu Süßwasser geworden.

Neue Serie: 10 Ausflugstipps für die Niederlande

Teil 1: In wenigen Stunden fast ans Meer: Zwischen Fähre und Leuchtturm in Urk am IJsselmeer

Teil 2: Die Heide entdecken: Warum der Nationalpark Sallandse Heuvelrug Ausflügler anzieht (Samstag, 22. November)

Teil 3: Zwei Nationalparks und ganz viel Sand: Was man rund um De Hoge Veluwe erleben kann (Samstag, 29. November)

Teil 4: Zwischen Strand und Dünen: Zandvoort kann Natur genauso gut wie Nervenkitzel (Samstag, 6. Dezember)

Teil 5: Was Besucher bei einem Tag in Nijmegen erwartet (Samstag, 13. Dezember)

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Das sorgt auch für kuriose Orte wie die einstige Zuidersee-Insel Urk, wo man noch heute trotz der 1942 abgeschlossenen Verbindung mit dem Festland nicht „in Urk“, sondern „auf Urk“ seinen Ausflugstag verbringt. Hier gibt es einen kleinen Hafen, in dem es von Segelbooten nur so wimmelt, einen über 180 Jahre alten Leuchtturm, und mehrere Fischrestaurants, die an der Nähe zum Meer keinen Zweifel lassen. Und von nordrhein-westfälischen Regionen wie dem Ruhrgebiet ist die einstige Insel über A3/A12 und A50 in gerade einmal zwei Stunden zu erreichen.

Dem IJsselmeer-Ort Urk merkt man seine Geschichte als Insel und Fischerort bis heute an.

Schmale Gassen und ein Leuchtturm: Was es am IJsselmer zu tun gibt

Ein Muss für den Abstecher, Ausflug oder Kurzurlaub ans IJsselmeer ist auch ein Streifzug durch die schmalen Gassen der einstigen Fischergemeinde Urk, die auch Ginkies genannt werden. Wer sich für ihre Geschichte interessiert, bleibt für eine Ginkies-Tour oder kommt in den Sommermonaten, um sich das Labyrinth bei einer Leuchtturmbesichtigung genau wie den riesigen, künstlich geschaffenen See von oben anzusehen.

Oder man verlegt den Ausflug gleich aufs Wasser und bucht die Fähre nach Enkhuizen, einen beliebten Ausflugsort an der westlichen IJsselmeerküste, wo es mit der Erkundungstour gleich weitermachen kann. Die Fähre legt in den Sommermonaten zweimal täglich ab und braucht für die Strecke rund anderthalb Stunden.

10 schöne Ausflüge in der Niederlande

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Mit dem Auto oder dem ÖPNV ans IJsselmeer: So kommen Sie von NRW aus hin

Wer mobil bleiben und das Auto mitnehmen will, erreicht Enkhuizen in etwa der Hälfte der Zeit auch über den Houtribdijk. Der trennt das IJsselmeer vom Markermeer und trägt eine der ungewöhnlichsten Straßen des Landes, die fast kerzengerade und auf beiden Seiten von Wasser umgeben von einer Uferseite an die andere führt. Alternative Ausflugsziele mit dem Auto an der Ostküste des IJsselmeers sind nördlich von Urk auch Orte wie Lemmer, Makkum oder Stavoren.

Für die Anreise mit dem ÖPNV eignet sich die gegenüberliegende Ostseite allerdings besser, weil die etwa über den Bahnhof in Enkhuizen via Amsterdam zu erreichen ist. Wer kein Problem mit einigen Umstiegen hat, erreicht über den Bahnhof Zwolle auch Lelystad. Alle Infos zum IJsselmeer und vielen weiteren Ausflugszielen in den Niederlanden finden Sie auch in unserem Ausflugs-Magazin.

Rubriklistenbild: © Fokkebok/Imago

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