Gefährlicher Wechsel

Labiler Blutdruck: Warum Blutdruckschwankungen ebenfalls das Herzinfarktrisiko erhöhen

Mal zu hoch, mal zu niedrig? Wer unter stark schwankendem Blutdruck leidet, muss sich beim Arzt vorstellen. Denn langfristig gesehen ist auch der sogenannte labile Blutdruck gefährlich.

Ein gesunder Körper reguliert den Blutdruck optimal. Dabei handelt es sich um den Druck, mit dem das Blut vom Herzen durch den Körper gepumpt wird. Im Liegen sinkt er, weil das Blut keine großen Höhenunterschiede überwinden muss. Um bei sportlicher Aktivität die Muskeln ausreichend gut mit Sauerstoff zu versorgen, muss das Blut allerdings mit stärkerem Druck durch die Arterien gepumpt werden. Infolge steigt der Blutdruck. Doch man sollte in keinem Fall Bewegung vermeiden: Denn Sport sorgt langfristig für eine Blutdrucksenkung.

Der Grund: Bei körperlicher Belastung erweitern sich die Gefäße, das Blut kann mit weniger Widerstand durch das Gefäßsystem strömen. Wie die Deutsche Herzstiftung informiert, sinkt der Blutdruck infolge. Ein regelmäßiges Ausdauertraining auf moderatem Niveau wird deshalb generell empfohlen, um hohem Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, so die Herzstiftung.

Ungesunde Trigger für erhöhte Blutdruckwerte: Ängste und Stress

Es gibt auch ungesunde Blutdruck-Treiber. Dazu gehören Ängste und Stress. Diese versetzen den Körper in Alarmbereitschaft. Das Herz schlägt dann schneller und auch der Blutdruck steigt. Oftmals ist Stress auch der Grund für labilen Blutdruck, der extremen Schwankungen unterworfen ist.

In vielen Berufen haben Menschen mit erhöhtem Stresslevel zu kämpfen.

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Typisch für die Patienten: Während der Woche steigen die Blutdruckwerte tagsüber während der stressigen Arbeitsstunden. Abends um am Wochenende pendeln sich die Werte im normalen Bereich ein.

Professor Joachim Schrader, Kardiologe aus Oldenburg, erklärt im NDR-Format „Visite“, warum dies gefährlich werden kann: „Starke Blutdruckschwankungen können immer auf lange Sicht gefährlich sein. Wir wissen, dass viele Blutdruckspitzen das Gefäßsystem immer mehr schädigen können und vor allem, wenn der Blutdruck sehr schwankend ist, auch langfristig zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen führt“.

Schwankenden Blutdruck mithilfe von Langzeitblutdruckmessung ermitteln

Das Tückische: Hohe Blutdruckwerte machen sich oftmals lange Zeit nicht bemerkbar. Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Ohrensausen sollten allerdings hellhörig machen und zum Arzt führen. Dieser kann mithilfe eines Langzeitblutdruckmessgeräts ermitteln, wie sich Ihr Blutdruck im Laufe des Tages entwickelt.

Stressreduktion und gutes Stressmanagement sind in vielen Fällen bereits ein wichtiger Schritt in Richtung Genesung. „Stressniveau insgesamt erhöht auch die Spannung im Körper und führt dazu, dass die Patienten leichter mal den Blutdruck etwas nach oben fahren“, so Internist Dr. Robin Kettner im „Visite“-Interview.

Nicht nur Stress, auch andere Trigger können für schwankenden Blutdruck sorgen. Dazu zählen:

  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Einsatz von Schmerzmitteln
  • Schlafapnoe
  • Nierenerkrankungen

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Obstkorb
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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