Neue Empfehlungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankung: Fünf Ernährungs-Tipps

Menschen, die unter einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden, haben Probleme mit dem Verdauungssystem. Ernährungsempfehlungen sollen ihnen helfen.

Zur chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) zählt nach Angaben des Darmzentrums Bern eine Gruppe von Krankheiten, die das Verdauungssystem betreffen. Diese führen durch eine wellenförmige Entzündung zu langjährigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, zum Beispiel zu Bauchschmerzen, Schleim im Stuhl, Durchfall mit Blut und Symptomen von anderen Organsystemen. Da bei Betroffenen das Risiko für eine Mangelernährung erhöht ist, liegt laut der Ärzte Zeitung eine schlechte Prognose vor. Die American Gastroenterological Association (AGA) hat deshalb neue Ernährungsempfehlungen für Menschen mit CED entwickelt.

Chronisch entzündliche Darmerkrankung: Fünf Tipps für eine passende Ernährung

Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.
  1. Mediterrane Ernährung: Liegt eine CED vor, empfehlen Experten Betroffenen – insofern keine Kontraindikation mit Medikamenten oder einer anderen Behandlungsart besteht – eine mediterrane Ernährungsweise. Dazu zählt der Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse, einfach ungesättigten Fettsäuren, komplexen Kohlenhydraten sowie mageren Proteinen. Reduzieren sollten Patienten hingegen den Konsum von Salz, Zucker und hochverarbeiteten Lebensmitteln.
  2. Sorgfältiges Kauen: Personen mit schmerzhaften Engstellen im Darm, wie sie laut Informationen der Medizinischen Universität Wien bei Morbus Crohn auftreten, vertragen häufig keine fasrigen pflanzlichen Lebensmittel. Um mehr pflanzliche Lebensmittel und Ballaststoffe in ihren Speiseplan zu integrieren, sollten sie deshalb auf sorgfältiges Kauen und Kochen sowie die Verarbeitung von Gemüse und Obst zu einer weichen Konsistenz achten, da dies bei der Verdauung unterstützen kann.
  3. Regelmäßige Checks auf Unterernährung: Da das Risiko für eine Unternährung bei Patienten mit CED besteht, fordert die AGA regelmäßige Untersuchungen auf eine Unterernährung. Dabei sollten Symptome wie etwa Ödeme, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder der Verlust von Fett- und Muskelmasse beurteilt werden. Bestehen diese Warnzeichen bei einem Patienten, sollte eine umfassender Beurteilung der Mangelernährung durch einen Ernährungsspezialisten erfolgen.
  4. Ernährungsberatung: Insbesondere Personen mit einer komplizierte CED, die sich in amubulanter oder stationärer Behandlung befinden, benötigen laut Wissenschaftlern eine Ernährungsberatung. Dazu zählen vor allem Fälle von beispielsweise Mangelernährung oder dem Kurzdarmsyndrom.
  5. Frühe Interventionen: Durch Stillen kann das Risiko für eine CED im Kindesalter gesenkt werden. Erwachsene können hingegen mithilfe einer mediterranen Ernährung der Entstehung einer CED vorbeugen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen nicht beantwortet werden.

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