Zukunftsprojekt in Hamm

Wasserstoffzentrum kommt später – Verantwortliche nennen 40-Millionen-Euro-Projekt trotzdem „Meilenstein“

Stadtwerke-Vertreter bekunden 2023 ihr Interesse am Uentroper Wasserstoffzentrum.
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Alle wollen es, aber es geht nur langsam voran: Stadtwerke-Vertreter bekunden 2023 ihr Interesse am Uentroper Wasserstoffzentrum.

Der Bau des Hammer Wasserstoffzentrums in Hamm rückt ein Stück weit nach hinten. Frühestens Ende 2027 könne in Uentrop Wasserstoff produziert werden, teilte der Energiekonzern Trianel auf WA-Anfrage mit.

Hamm – Immerhin gibt es für den Wasserstoffstandort Hamm auch so etwas wie eine gute Nachricht: Eine erste Teilgenehmigung liegt vor, 2026 könne mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Das Projekt beschäftigt Wirtschaft und Politik bereits seit einigen Jahren, schon 2023 wurde ein großer Schritt bekannt gegeben.

40-Millionen-Euro Maßnahme bei Trianel in Uentrop

Auf dem Gelände des Uentroper Trianel-Kraftwerks soll mit einem sogenannten Elektrolyseur aus Wasser mittels elektrischen Stroms Wasserstoff erzeugt werden. Als Abnehmer sind öffentlicher Nahverkehr, Logistik- und Industriebetriebe in der Region vorgesehen. Hinter dem 40-Millionen-Euro-Projekt stehen neben dem Aachener Stadtwerke-Konsortium Trianel die Stadtwerke Bochum, Dortmund und Hamm. Das Land fördert das Vorhaben mit 17 Millionen Euro.

2025 wolle man bauen, ab 2026 Wasserstoff produzieren, lautete der Zeitplan zunächst. Im Februar hatte Trianel eine mögliche Produktionsaufnahme bereits auf 2027 verschoben. Jetzt ist vom Ende jenes Jahre die Rede.

Man halte am Projekt in Hamm fest, sagt Trianel-Sprecherin Ingela Marré. Eine erste Teilgenehmigung liege vor, „ein Meilenstein“. Man stehe auch kurz vor Abschluss eines Generalunternehmervertrages. Der Zeitplan sehe jetzt folgendermaßen aus: Der Baubeschluss solle noch in diesem Jahr getroffen werden, der Baubeginn sei für Mitte 2026 vorgesehen, ein Produktionsstart „könnte Ende 2027 erfolgen“.

Unsicherheiten in der Wasserstoffwirtschaft

Das alles hängt aber an politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für Trianel noch nicht geklärt sind. Beim beschleunigten Ausbau der Wasserstoffwirtschaft gebe es derzeit noch viele Unsicherheiten, erläutert die Trianel-Sprecherin. Investitionen blieben bisher größtenteils aus, Auktionen für Elektroyse würden nicht umgesetzt. Dass für den Wasserstoff im Bundeshaushalt über Kürzungen diskutiert werde, sei nicht vertrauensfördernd.

Offenbar kommt die Politik aber nun langsam in Gang: In dieser Woche habe die Bundesregierung ein Gesetz zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Wasserstoff vorgelegt, so Marré. Bei Trianel hoffe man, dass darin sinnvolle Regelungen enthalten sind, die als Grundlage für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft ausreichen.

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